Beiträge von Schwester S.

    Das klingt nach einer wirklich besonderen Beziehung, die du mit deinem Wellensittichweibchen aufgebaut hast, und es ist super, dass du ihr Wohlergehen so im Blick hast!

    Zunächst einmal ist es normal, dass Wellensittiche gelegentlich Eier legen, selbst ohne einen Partner. In der Wildnis würden sie normalerweise mit einem Partner brüten, aber im Käfig, wo es keine natürlichen Gegenspieler gibt, kann es dazu kommen, dass sie das Brutverhalten zeigen, auch ohne fortpflanzungsbereiten Partner. Das ist aber nicht optimal.


    Wenn deine Wellensittichdame jetzt schon wieder in einem Aktenordner brütet, ist es verständlich, dass du das Verhalten etwas in den Griff bekommen möchtest.

    Es ist eine gute Idee, ihr den Ordner wegzunehmen, weil sie sich so vielleicht nicht mehr so intensiv mit dem Brutverhalten beschäftigen wird. Aber "zwingen" ist schwierig, das geht meist sanfter.

    Was du tun kannst, um das Brutverhalten zu reduzieren und was zwingend nötig ist:

    • Ordner wegnehmen: Wie du schon vermutest, kannst du ihr den Ordner (oder andere ähnliche Plätze) entfernen. Dadurch könnte sie ihren Drang, zu brüten, verlieren.

    • Käfig einrichten: Richte den Käfig so ein, dass sie sich darin wohl fühlt und eine ähnliche Abwechslung hat wie im Ordner. Zum Beispiel, ein bisschen Spielzeug oder etwas zum Schreddern, was sie beschäftigt, könnte ihr helfen, den Fokus von den Eiern wegzulenken.

    • Licht reduzieren: Weniger Licht, insbesondere wenn es künstliches Licht ist, kann helfen, das Brutverhalten zu reduzieren. Wellensittiche reagieren stark auf Tageslängen, tagsüber weniger direktes Licht geben.

    • Vermeide hohe Proteinfütterung: Eine zu proteinreiche Ernährung kann das Brutverhalten anregen. Achte darauf, dass sie eine ausgewogene Ernährung erhält.

    Wenn sie weiterhin Eier legt, dann ist es ratsam, sie zu entfernen (also abzukochen), bevor sie sie kaputt macht. Wenn du die Eier sicher abkochst und sie dann nicht mehr in der Nähe sind, könnte das den Zyklus unterbrechen und sie davon abhalten, weiter zu brüten.

    Wieder in den Käfig "zwingen"

    Es ist oft schwierig, Vögel zu „zwingen“, an einem bestimmten Ort zu bleiben. Am besten lässt du sie freiwillig in den Käfig zurückgehen, indem du ihn zu einem angenehmen und sicheren Ort machst. Das bedeutet:

    • Achte darauf, dass der Käfig an einem Ort steht, an dem sie sich sicher fühlt und gut beobachten kann.

    • Verwende ihr Lieblingsspielzeug oder Leckerlis, um sie zu ermutigen, in den Käfig zu gehen.

    Vielleicht ist es sinnvoll, den Aktenordner einfach erst einmal ganz zu entfernen, um zu sehen, ob sie das Verhalten ändern kann.

    Gesundheitliche Überlegungen

    Das Legen von Eiern ohne Partner kann auf Dauer gesundheitsschädlich sein, da das ständige Eierlegen den Körper belasten kann, insbesondere, wenn die Eier nicht befruchtet sind. Es ist gut, dass du da so vorsichtig bist und sie nicht überlasten möchtest. Ich drücke die Daumen, dass sich das Brutverhalten etwas beruhigt! :)

    Da du sie behalten willst - hast du vor, ihr einen Partner zu besorgen? Vielleicht lenkt sie das sogar von ihrem übertriebenen Brutverhalten ab.

    Es gibt in der Zucht von Wellensittichen Farbvariationen, die rötliche Töne erzeugen können, aber diese Vögel sind nicht ‚rot‘ im klassischen Sinne, also kein leuchtendes Tomatenrot.


    Zum Beispiel gibt es Zuchtvarianten, bei denen das Gefieder rosafarbene Nuancen zeigt. Eine solche Farbvariante wäre zum Beispiel der Mauve-Wellensittich, der einen blaugrauen Ton mit einem leichten rosafarbenen Einschlag hat. Es ist auch wichtig zu bedenken, dass Lichtverhältnisse die Farbwahrnehmung stark verändern können – was den Eindruck eines „roten“ Gefieders erwecken könnte.


    Wir sollten jedoch darauf hinweisen, dass hier im Forum keine Fachmänner in der Zucht oder Vererbung von Wellensittichen sind. Daher basiert unser Wissen auf allgemeiner Information und den Erfahrungen von Züchtern, die in der Fachliteratur gut dokumentiert sind. Falls du auf Quellen stößt, die das anders darstellen, wäre es interessant, diese zu vergleichen!

    Es tut mir sehr leid zu hören, dass du dich in dieser Situation befindest. Es ist immer schwierig, wenn ein Haustier durch den Verlust eines Partners in Einsamkeit bleibt, besonders wenn man ihm nicht selbst weiterhelfen kann.

    Die Foren sind natürlich schon ein guter Anfang. Wenn sich dort nach drei Tagen noch niemand gemeldet hat, ist es möglich, dass die Zielgruppe dort einfach nicht so aktiv ist, oder es dauert länger, bis sich jemand findet, der sich für Pirulo interessiert. Es ist verständlich, dass du ihn nicht in den Kleinanzeigen vermitteln möchtest, da dort viele Menschen unzuverlässig sein können.

    Hier ein paar Alternativen und zusätzliche Plattformen, die du in Betracht ziehen könntest:

    1. Tierheim und Tierschutzvereine

    • Viele Tierheime nehmen Vögel zur Vermittlung auf, vor allem wenn es sich um einen sozialen Vogel wie einen Wellensittich handelt, der gerne in Gesellschaft lebt. Sie haben auch oft Erfahrung mit der Vermittlung und können dir helfen, Pirulo schnell in gute Hände zu vermitteln.

    • Manche Tierschutzorganisationen haben sogar spezielle Abteilungen für Vögel. Hier könntest du dich direkt an Organisationen wenden, die sich auf die Vermittlung von Vögeln spezialisiert haben.

    2. Vogelvereine oder Vogelzüchter

    • Es gibt oft spezielle Foren und Gruppen für Vogelhalter und Züchter, die eine direkte und vertrauenswürdige Möglichkeit bieten, Vögel zu vermitteln. Die Mitglieder dieser Gruppen sind in der Regel sehr interessiert an der artgerechten Haltung von Vögeln und suchen aktiv nach Vögeln, die ein neues Zuhause brauchen.

    • Du könntest auch direkt in solchen Gruppen nachfragen, ob jemand Interesse an einem Wellensittich hat, oder ob sie dir eine gute Empfehlung für die Vermittlung geben können.

    3. Vogelhaltung auf Social Media

    • Auf Plattformen wie Facebook gibt es viele lokale Gruppen, in denen Vögel vermittelt werden. Manchmal sind das auch geschlossene Gruppen, die speziell auf das Thema Tiervermittlung ausgelegt sind. Du könntest eine Anzeige dort schalten, aber auch sicherstellen, dass die Gruppe aktiv ist und die Mitglieder seriös erscheinen.

    • Instagram und andere soziale Netzwerke haben auch eine große Community von Vogelfreunden, wo du Pirulo vielleicht in Storys oder Posts vorstellen könntest.

    4. Vermittlung über Tierärzte

    • Ein Tierarzt, der auf Vögel spezialisiert ist, könnte dir auch weiterhelfen. Viele Tierärzte haben ein Netzwerk oder kennen Tierhalter, die gerade einen neuen Vogel suchen. Du könntest bei ihm oder ihr nachfragen, ob sie dir bei der Vermittlung von Pirulo behilflich sein können.

    5. Regionalität prüfen

    • Manchmal lohnt es sich, auch auf regionalen Plattformen oder lokalen Gruppen (z.B. Facebook-Gruppen für deine Stadt oder Region) nachzufragen, da die Nähe und eine schnellere Abwicklung helfen können, eine gute Lösung zu finden.

    6. Mögliche Pflege- oder Übergangslösungen

    • Falls es etwas länger dauern sollte, bis du eine passende neue Familie für Pirulo findest, könntest du auch überlegen, ob jemand aus deinem Freundes- oder Bekanntenkreis ihn für die Übergangszeit aufnehmen kann, bis eine endgültige Lösung gefunden ist. Das wäre eine zusätzliche Möglichkeit, ihm zu helfen, wenn du ihm nicht selbst dauerhaft ein Zuhause bieten kannst.

    Hallo wundervogel,

    herzlich willkommen im Forum! :)

    Es ist großartig, dass du dich aus Interesse und Besorgnis für die Wellensittichpflege hier angemeldet hast. Wir freuen uns immer über neue Mitglieder, die ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen. Wenn du Fragen hast oder dich mit anderen Haltern austauschen möchtest, ist hier der perfekte Ort!

    Viel Spaß beim Stöbern und Mitdiskutieren – und natürlich viel Erfolg bei der Pflege deiner Vögel!

    Auch wenn Wellensittiche gesund und munter wirken, können unsichtbare Mikroorganismen im Käfig Krankheiten verursachen. Zu den wichtigsten Erregern von Infektionskrankheiten bei Wellensittichen zählen Viren, Bakterien sowie Pilze und Hefen, die sich biologisch deutlich unterscheiden und daher auch unterschiedlich behandelt werden.

    Unterschiede der Erreger

    • Viren gelten nicht als eigenständige Lebewesen. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel und können sich nur vermehren, indem sie Körperzellen des Vogels „kapern“. Antibiotika wirken gegen Viren nicht.

    • Bakterien sind eigenständige Einzeller mit Stoffwechsel und Vermehrungsfähigkeit. Viele sind harmlos oder nützlich, krankmachende Arten produzieren jedoch Giftstoffe. Sie lassen sich meist mit Antibiotika behandeln.

    • Pilze und Hefen sind ebenfalls lebende Organismen, biologisch komplexer als Bakterien. Sie treten häufig auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist, und befallen oft Atemwege oder Schleimhäute. Die Behandlung ist meist langwierig.

    Wichtige Krankheiten nach Erregertyp

    • Virale Erkrankungen:

      • PBFD: zerstört Federn und schwächt das Immunsystem.

      • Polyoma (Französische Mauser): besonders gefährlich für Jungvögel, führt zu Flugunfähigkeit.

      • Pacheco-Virus: hochakut und oft tödlich innerhalb kurzer Zeit.

    • Bakterielle Erkrankungen:

      • Psittakose: auch für Menschen ansteckend (Zoonose).

      • Salmonellose: verursacht schwere Magen-Darm- und Gelenkprobleme.

      • Staphylokokken/Streptokokken: führen zu lokalen Entzündungen, z. B. an Füßen oder Atemwegen.

    • Pilz- und Hefeerkrankungen:

      • Megabakterien (Macrorhabdus): eigentlich Hefepilze, verursachen Gewichtsverlust trotz Fresslust („Going-Light-Syndrom“).

      • Aspergillose: Schimmelpilz der Atemwege, begünstigt durch schlechte Luft oder kontaminiertes Futter.

      • Candida: Hefepilz der Schleimhäute, oft mit Belägen im Schnabel oder Kropf.

    Gefährlichkeit der Erreger

    • Viren sind besonders tückisch, da es kaum direkte Medikamente gibt – meist kann nur das Immunsystem unterstützt werden.

    • Bakterien können schnell schwere Symptome verursachen, sind aber oft gut behandelbar, wenn frühzeitig ein Tierarzt aufgesucht wird.

    • Pilze entwickeln sich oft schleichend und werden spät erkannt, was die Therapie erschwert.

    Entscheidend ist in allen Fällen der Zustand des Immunsystems des Vogels.

    Bedeutung der „guten“ Bakterien

    Im Darm der Wellensittiche lebt eine wichtige Darmflora, die:

    • bei der Verdauung hilft,

    • Vitamine produziert,

    • vor krankmachenden Keimen schützt.

    Nach Antibiotikabehandlungen sollte diese Darmflora durch Probiotika wieder aufgebaut werden, da sonst neue Infektionen begünstigt werden.

    Vorbeugung und Schutz

    Wichtige Schutzmaßnahmen sind:

    • Hygiene (täglicher Wasserwechsel, saubere Näpfe),

    • gute Luftqualität (weniger Staub, ausreichende Frischluft),

    • aufmerksame Beobachtung, da Vögel Krankheiten lange verbergen (Warnzeichen: Plustern, Müdigkeit, veränderter Kot).

    Fazit

    Infektionskrankheiten lassen sich nicht vollständig vermeiden, aber mit Wissen über die Unterschiede zwischen Viren, Bakterien und Pilzen können Halter schneller und richtig reagieren. Der vogelkundige Tierarzt ist entscheidend für die genaue Diagnose und die passende Behandlung.

    Möchtest du mehr über die spezifischen Krankheitsbilder erfahren? In unserer Kategorie „Vogelkrankheiten“ haben wir für dich detaillierte Steckbriefe zu Symptomen, Ursachen und Behandlungsverfolgen zusammengestellt – vom PBFD-Virus bis hin zu den tückischen Megabakterien.


    Das mit den Innenstädten erlebe ich hier ganz ähnlich.

    Wenn ich durch die Innenstadt gehe, fehlt mir oft dieses frühere Leben – die kleinen Läden, die Auslagen, die Gespräche. Vieles wirkt heute austauschbar oder einfach leer.

    Und gleichzeitig merkt man, wie sehr sich unser Alltag verändert hat: Bequemlichkeit, Zeitdruck, Sicherheit – all das spielt mit hinein. Es ist kein einfaches „früher war alles besser“, sondern eher ein leises Vermissen von Dingen, die irgendwann verloren gegangen sind.

    Umso spannender finde ich es, diese Erinnerungen hier zu teilen und zu schauen, wie andere das erleben.

    Danke für diesen offenen und sehr ehrlichen Beitrag. In vielem erkenne ich mich wieder.

    Dieses Gefühl von weniger Angst, mehr Gelassenheit und einem überschaubaren Alltag teilen offenbar viele. Dass Innenstädte ihr früheres Leben verloren haben, ist ein schmerzlicher Punkt – und gleichzeitig ist es nur menschlich, sich dem bequemen Internetshopping nicht immer entziehen zu können.

    Besonders berührt mich dein letzter Teil: sich bewusst kleine Rückzugsräume zu schaffen, den Lärm auszublenden und sich an dem festzuhalten, was einem gut tut – seien es die Wellensittiche oder einfach ein paar stille Tage ohne Dauerbeschallung. Vielleicht ist genau das eine Form von Selbstschutz, die heute wichtiger ist denn je.


    Danke, dass du diese Gedanken hier geteilt hast – solche Beiträge machen den Austausch lebendig.

    Danke für diesen schönen und nachdenklichen Beitrag. Genau diese Art von Erinnerungen meine ich, wenn es um das Gefühl der „guten alten Zeit“ geht.

    Es war nicht alles besser – aber vieles war übersichtlicher, langsamer und menschlicher. Weniger Reizüberflutung, weniger Dauerbeschallung, dafür mehr kleine Momente: ein Stadtbummel, ein Eis auf die Hand, ein Schaufenster, an dem man stehen blieb.

    Vielleicht geht es gar nicht um Nostalgie, sondern um das, was uns heute fehlt: Ruhe, Zeit und ein bisschen Alltägliches mit Seele.

    Umso schöner, wenn solche Erinnerungen geteilt werden – sie zeigen, dass dieses Gefühl viele kennen. 😊

    Es stimmt, bei einer Henne wird die Wachshaut dann beige oder bräunlich und wenn sie jetzt schon leicht schrumpelig wird, ist das auch ein Zeichen für eine Henne. Hähne haben meistens eine komplett glatte Wachshaut.
    Hier mal zwei Bilder einer Lacewing-Henne (ähnlich wie Lutino), einmal als Jungvogel und danach im Erwachsenen-Stadium:


    So kommen deine Vögel gesund durch die dunkle Jahreszeit

    Wenn es draußen stürmt und schneit, machen wir es uns drinnen gemütlich. Doch was für uns behaglich ist – die voll aufgedrehte Heizung und geschlossene Fenster –, kann für unsere Wellensittiche zur Belastungsprobe werden. Die kleinen Australier sind zwar robust, aber ihr Atmungssystem ist hochsensibel.

    Damit deine Vögel nicht mit spröden Schleimhäuten und daraus resultierenden Infektionen zu kämpfen haben, gibt es ein paar einfache Grundregeln für das Winter-Management im Vogelzimmer.

    Trockene Luft: Der unsichtbare Feind

    Sobald die Heizperiode beginnt, sinkt die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen oft unter 40 %. Für Wellensittiche, deren Vorfahren aus Regionen mit teils hoher Luftfeuchtigkeit stammen, ist das purer Stress für die Atemwege.

    • Das Problem: Die Schleimhäute trocknen aus, was die Vögel anfälliger für Infektionen macht.
    • Die Lösung: Einfache Luftbefeuchtung hilft sofort. Stelle Wasserschalen auf die Heizung oder hänge feuchte Tücher im Raum auf.
    • Zielwert: Eine Luftfeuchtigkeit von 50 % bis 60 % ist ideal. Ein einfaches Hygrometer hilft dir, das im Blick zu behalten.

    Der Standort: Abstand zur Heizung halten

    Auch wenn es Wellensittiche gerne warm haben: Der Platz direkt über oder neben dem Heizkörper ist für den Käfig tabu.

    • Hitzestau: Die aufsteigende warme Luft direkt über der Heizung ist viel zu trocken und oft zu heiß.
    • Staubbelastung: Heizungsluft wirbelt vermehrt Staub auf, der die feinen Lungen der Vögel reizen kann.
    • Abstand: Sorge dafür, dass der Käfig in einer ruhigen Ecke mit ausreichend Abstand zu direkten Wärmequellen steht.

    Wohlfühltemperaturen: Konstanz vor Perfektion

    Oft wird gefragt, wie warm es genau sein muss. Wellensittiche und Nymphensittiche fühlen sich bei 18 °C bis 22 °C am wohlsten. Aber:

    Zitat
    Wichtig: Ein Wellensittich braucht kein „tropisches“ Klima. Viel gefährlicher als ein paar Grad zu wenig sind extreme Schwankungen.

    Wenn es tagsüber 25 °C sind und nachts die Heizung komplett ausfällt, belastet das den Organismus extrem. Achte auf eine gleichmäßige Zimmertemperatur und vermeide es, die Vögel abrupten Temperaturwechseln auszusetzen.

    Richtig Lüften ohne Risiko

    Frische Luft ist lebensnotwendig, aber "Zug" ist der größte Feind der Vogelgesundheit.

    • Stoßlüften statt Kippen: Fenster für 5-10 Minuten weit öffnen, statt sie stundenlang auf Kipp zu lassen.
    • Sicherheit geht vor: Während des Lüftens müssen die Vögel im Käfig sein, damit sie nicht entfliegen oder durch den plötzlichen Kälteschock am Fenster orientierungslos werden.
    • Zugluft-Check: Achte darauf, dass der Käfig nicht direkt in der Luftlinie zwischen Fenster und Tür steht.

    Zusätzliche Tipps

    1. Die "Sonne" aus der Steckdose (Vogel-Lampen)

    Im Winter sind die Tage kurz und das Licht oft grau. Wellensittiche benötigen UV-Licht, um Vitamin D3 zu produzieren. Da normales Fensterglas UV-Strahlen filtert, ist eine spezielle Vogellampe (Bird Lamp) im Winter eine tolle Investition für die Vitalität und das Gefieder.

    2. Vitamin-Kick durch Frischfutter

    Da wir im Winter weniger frische Gräser von draußen sammeln können, ist die Vitaminzufuhr über Gemüse (z. B. geraspelte Karotten, Feldsalat oder Gurke) besonders wichtig, um das Immunsystem zu stärken.

    3. Vorsicht bei Düften und Kerzen

    In der Adventszeit sind Duftkerzen, Räuchermännchen und ätherische Öle beliebt. Für Sittiche sind sie jedoch Gift.

    • Reizung: Künstliche Aromen und ätherische Öle reizen die empfindlichen Lungen und können zu schweren Atemnot-Attacken führen.
    • Feinstaub: Auch herkömmliche Kerzen rußen. In kleinen Räumen steigt die Feinstaubbelastung schnell auf ein für Vögel kritisches Niveau.
    • Tipp: Verzichte im Vogelzimmer komplett auf Raumdüfte.

    4. Die unterschätzte Gefahr: Raclette & Fondue

    Ein gemütlicher Raclette-Abend kann für Wellensittiche innerhalb weniger Minuten tödlich enden. Das Problem sind die Antihaftbeschichtungen (PTFE) der Pfännchen und Geräte.

    • Giftige Dämpfe: Werden diese Beschichtungen stark erhitzt, setzen sie geruchlose und unsichtbare Gase frei. Für Menschen harmlos, führen sie bei Vögeln zu blitzartigen Lungenblutungen und zum Tod.
    • Sicherheit: Wenn du Raclette oder Fondue nutzt, müssen die Vögel zwingend in einem anderen, gut belüfteten Raum untergebracht sein. Auch bei beschichteten Bratpfannen in der Küche ist Vorsicht geboten!



    Meine Frage an Euch:

    Wie macht ihr euer Vogelzimmer winterfest? Habt ihr vielleicht ein bewährtes Hausmittel gegen zu trockene Luft? Schreib es mir gerne in die Kommentare!


    Diskussion zum Artikel Früher war alles besser!?!:

    Zitat
    "Früher war alles besser" – wer hat diesen Satz nicht schon mal gehört? Besonders bei Gesprächen mit der älteren Generation fällt er oft, fast wie ein Reflex. Mit einer Mischung aus Nostalgie und Sehnsucht denken sie an eine Zeit zurück, in der die Welt noch irgendwie übersichtlicher war. Da konnte man Kinder ohne Sorgen draußen spielen lassen, ohne ständig Angst haben zu müssen, dass sie verschwinden, und man konnte abends in der Nachbarschaft quatschen, ohne von rücksichtslosen

    Da bist du sicherlich froh, dass "nur" die Elstern die Übeltäter waren und du niemanden darauf angesprochen hast. Die größeren Vögel sind schon manchmal etwas rabiat. Aber meine Amseln sorgen hier auch ständig für Chaos, die kramen in meine schön bepflanzten Schalen herum und werfen Steine raus oder reißen sogar die Pflanzen aus der Erde. :)

    Wichtiger Hinweis für alle Vogelhalter


    Ihr Lieben, die Raclette‑Zeit, Silvester und die gemütliche Winterküche stehen an. Doch genau jetzt entsteht eine Gefahr, die viele Vogelhalter nicht kennen – und die für unsere gefiederten Freunde tödlich enden kann.

    🧀🔥 Warum Raclette & Co. für Vögel lebensgefährlich sind

    Viele Küchengeräte – darunter Raclette‑Grills, Crêpe‑Pfannen, Waffeleisen, Kontaktgrills und manche Backbleche – besitzen eine PTFE‑Beschichtung. Wird diese stark erhitzt, entstehen unsichtbare, geruchslose Dämpfe, die für Menschen bereits ungesund sind.

    Für Vögel jedoch sind diese Dämpfe sofort hochgiftig. Ihr extrem empfindliches Atmungssystem reagiert auf PTFE‑Dämpfe innerhalb von Sekunden bis Minuten – oft ohne jede Chance auf Rettung.

    Das betrifft alle Vogelarten: Wellensittiche, Nymphensittiche, Papageien, Kanarienvögel, Finken und viele mehr.

    ❗ Lüften reicht NICHT aus

    Viele denken: „Wir machen das Fenster auf, dann ist es sicher.“ Leider nein. Die Dämpfe verteilen sich schnell im ganzen Raum, bleiben trotz Lüftung gefährlich und können sogar durch Türspalten in andere Zimmer gelangen.

    ✅ Die wichtigste Schutzmaßnahme

    Vögel müssen während der Nutzung solcher Geräte IMMER aus dem Raum! Am besten in:

    • einen anderen, weit entfernten Raum,
    • idealerweise ein anderes Stockwerk,
    • mit dicht geschlossener Tür.

    Erst wenn das Gerät vollständig abgekühlt und der Raum gut durchgelüftet ist, dürfen die Vögel wieder zurück.

    ❤️ Bitte schützt eure Schätze

    Viele Halter wissen nichts von dieser Gefahr – und genau deshalb passieren jedes Jahr tragische Verluste. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass niemand seine Tiere aus Unwissenheit verliert.

    👉 Bitte teilt diesen Beitrag, damit möglichst viele Vogelhalter gewarnt sind. Gemeinsam können wir Leben retten. 🦜💚


    Warum Raclette & Co. für Vögel lebensgefährlich sind

    Notfallplan: Wer versorgt meine Tiere, wenn mir etwas passiert?

    Was passiert, wenn du durch einen Unfall oder eine plötzliche Krankheit nicht nach Hause kommst? Damit deine Vögel oder andere Mitbewohner in so einem Fall nicht unversorgt bleiben, hilft ein strukturierter Notfallplan.

    1. Die Notfallkarte im Portemonnaie

    Das ist der wichtigste Schritt. Rettungskräfte schauen bei Bewusstlosen immer ins Portemonnaie.

    • Inhalt: Ein auffälliger Zettel oder eine laminierte Karte mit dem Text: "ACHTUNG! Zuhause warten Tiere auf Hilfe!"
    • Details: Anzahl und Art der Tiere angeben.
    • Kontakt: Name und Telefonnummer von 1–2 Personen, die einen Schlüssel haben und die Tiere sofort versorgen können.

    2. Der Notfall-Ordner (Griffbereit in der Wohnung)

    Lege einen Ordner an, der direkt bei den Tieren oder an einem zentralen Ort (z. B. Flurkommode) liegt.

    • Fütterungsplan: Was, wie viel und wie oft? (Besonders wichtig bei Frischfutter oder speziellen Körnermischungen).
    • Medikamente: Falls ein Tier regelmäßig Medizin braucht (Dosierung und Vergabe genau beschreiben).
    • Tierarzt-Kontakt: Welcher Arzt kennt die Tiere? (Wichtig: Adressen von vogelkundigen Tierärzten!).
    • Besonderheiten: "Vorsicht, Wellensittich Hansi ist sehr schreckhaft" oder "Fenster im Vogelzimmer muss geschlossen bleiben".

    3. Schlüssel-Management

    Hinterlege bei mindestens zwei Vertrauenspersonen einen Zweitschlüssel.

    • Nachbarschaft: Jemand, der im Zweifel in 5 Minuten vor Ort sein kann.
    • Freunde/Familie: Jemand, der die Tiere und ihre Bedürfnisse gut kennt.
    • Tipp: Ein kleiner Hinweis in der Wohnung (z. B. an der Innenseite der Wohnungstür), wer alles einen Schlüssel besitzt.

    4. Dokumentation für den Ernstfall (Fotos & Ringnummern)

    Damit Helfer genau wissen, wer wer ist:

    • Erstelle eine Liste mit Fotos der Tiere, ihren Namen und ggf. Ringnummern oder Chipnummern.
    • Das hilft auch, falls Tiere in eine Pflegestelle oder Tierpension umziehen müssen.

    5. Rechtliche Vorsorge (Todesfall)

    Es ist kein schönes Thema, aber notwendig:

    • Vollmacht: Erteile einer Vertrauensperson eine schriftliche Vollmacht zur Versorgung und ggf. Weitervermittlung der Tiere.
    • Finanzielle Absicherung: Hinterlege ggf. einen kleinen Betrag für Futter- und Tierarztkosten, auf den die Vertrauensperson Zugriff hat.
    • Testament: Bei größeren Beständen kann im Testament festgelegt werden, wer die Tiere übernimmt oder welcher Verein sich um die Vermittlung kümmern soll.

    Ein kleiner Tipp: Du könntest in den Notfall-Ordner auch aktuelle Fotos deiner Voliere und der Technik (Lichtsteuerung, Luftbefeuchter) legen. So sehen Helfer sofort, wie alles im Normalzustand aussehen muss.

    Download

    Notfallkontaktkarte als PDF
    Notfallkontaktkarte.pdf

    (DIN A4 Größe mit 2 x jeweils Vorder- und Rückseite)
    Vorder- und Rückseite können zusammengeklebt und anschließend laminiert werden.


    Notfallkontaktkarte als PNG (in Scheckkarten-Größe)

    Vorderseite


    Rückseite


    Für die PNG-Datei gilt:
    Das Bild kann in die Foto-App geladen oder in Word/Writer an die richtige Stelle gezogen werden.

    Tipp: Bitte beim Ausdrucken darauf achten, dass die Größe auf 8,5 cm x 5,5 cm eingestellt ist.


    Druckanleitung:

    Beim Drucken in den Einstellungen "Originalgröße" oder "100%" wählen, nicht "Auf Seite anpassen".


    Profi-Tipp für LibreOffice / Word-User:

    Falls jemand die Karte in ein Dokument einfügt:

    • Rechtsklick auf das Bild -> Eigenschaften/Größe.
    • Dort manuell 8,5 cm Breite eingeben (das Seitenverhältnis sollte gesperrt sein, damit die Höhe automatisch auf 5,5 cm springt).
    • Dann ist es völlig egal, wie groß das Bild auf dem Monitor erscheint – der Drucker weiß genau, was zu tun ist.