Beiträge von Schwester S.

    Bastelarbeiten für Wellensittiche und Nymphensittiche – Kreative Beschäftigung in der Herbst- und Winterzeit

    Wenn die Tage kürzer werden und das Wetter weniger Außenflug zulässt, ist die Herbst- und Winterzeit ideal, um den gefiederten Mitbewohnern neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Selbstgemachtes Spielzeug fördert Bewegung, Neugier und Intelligenz der Vögel – und stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier.


    Geeignete Materialien für Sittich-Spielzeug

    Für Bastelarbeiten sollten ausschließlich naturbelassene, ungiftige Materialien verwendet werden. Bewährt haben sich:

    • Unbehandeltes Holz (z. B. Haselnuss, Obstbäume, Weide)
    • Baumwoll- oder Sisalseile ohne Metallkern
    • Lederbänder in Pflanzen- oder Naturgerbung
    • Korkstücke, Papier, Pappe ohne Farbstoffe
    • Edelstahlteile (z. B. Ketten, Schrauben) – kein Zink oder Kupfer

    Lackierte, chemisch behandelte oder scharfe Materialien sind tabu, da sie giftig oder verletzungsgefährdend sein können.


    Bastelideen für Einsteiger

    Für Anfänger eignen sich einfache Projekte, die ohne Spezialwerkzeug umsetzbar sind:

    • Knabberkette: Naturseile mit Korkstücken, Papierstreifen und Holzperlen auffädeln.
    • Schredderbox: Leere Eierkartons mit Kräutern, Papier und Hirse füllen.
    • Sitzstange mit Rinde: Frische Naturäste in verschiedenen Dicken anbringen.

    Diese Bastelarbeiten fördern Neugier und beugen Langeweile vor.


    Ideen für Fortgeschrittene

    Wer Erfahrung hat, kann komplexere Spiel- und Kletterstrukturen gestalten:

    • Kletterbaum: Aus Naturästen, Seilen und Hängeelementen ein stabiles Gerüst aufbauen.
    • Schaukelparcours: Kombination aus Schaukeln, Leitern und Ringen aus Holz oder Sisal.
    • Futterlabyrinth: Mehrstufige Konstruktion mit versteckten Leckerlis zur geistigen Förderung.

    Bei größeren Bauten sind Stabilität, sichere Befestigung und ausreichender Abstand zu Käfigwänden besonders wichtig.


    Fazit

    Selbstgemachtes Spielzeug bringt Abwechslung und fördert das Wohlbefinden von Wellensittichen und Nymphensittichen. Wer auf sichere Materialien achtet und die individuellen Vorlieben seiner Tiere berücksichtigt, sorgt in der dunklen Jahreszeit für sinnvolle Beschäftigung und Lebensfreude.

    Die 8. Folge der Reihe "Denkstoff" ist online, es wird vorerst der letzte Artikel dieser Reihe sein.

    Es geht um einen differenzierten Folgebeitrag des letzten Themas "Klima", er beginnt provokant. Aber ich lade euch trotzdem zu einer sachlichen Diskussion ein.

    Den Artikel zum Thema "Klimakampf mit Kleber...." findet ihr hier:

    🧠Denkstoff #8: Klimakampf mit Kleber – Heldentum oder hilflose Provokation? - Sittich-Oase (Wellensittich- + Nymphensittich Forum)
    Kunst beschmieren, Straßen blockieren – für das Klima? Museen werden zur Bühne. Straßen zum Stillstand. Menschen bleiben im Stau stecken, Notärzte kommen zu…
    www.wellensittich.net

    Darüber diskutieren könnt ihr, wenn ihr oben auf den Button: "Über den Artikel diskutieren" klickt oder direkt hier:
    🧠Denkstoff #8: Klimakampf mit Kleber – Heldentum oder hilflose Provokation?

    „Habt ihr sie schon gesehen – die grünen Papageien mitten in unseren Städten? 🐦💚

    In immer mehr Städten in Deutschland leben Halsbandsittiche frei – z. B. in Köln, Wiesbaden, Düsseldorf, Stuttgart, Bonn… Sie schlafen in großen Gruppen in Parkbäumen, sind laut, verspielt und irgendwie total faszinierend.

    Ich habe auf meiner Website gerade einen Artikel dazu veröffentlicht – mit Infos, Fotos & warum sie sich ausgerechnet bei uns so wohlfühlen. Den Link packe ich unten rein. 😊

    Jetzt würde mich richtig interessieren:

    👉 Wer von euch hat schon einmal einen Halsbandsittich in freier Natur gesehen?

    • In welcher Stadt?

    • Einzelner Vogel oder ganzer Schwarm?

    • Wie war euer erster Eindruck – überrascht, begeistert, skeptisch?

    Ihr dürft gerne auch Fotos oder kleine Geschichten teilen, wenn ihr mögt. Ich freue mich auf eure Erfahrungen! 🥰


    Wissenswertes :: Papageien-/Sitticharten - Halsbandsittich (Psittacula krameri)

    Diskussion zum Artikel 🧠Denkstoff #8: Klimakampf mit Kleber – Heldentum oder hilflose Provokation?:

    Zitat

    Kunst beschmieren, Straßen blockieren – für das Klima?

    Museen werden zur Bühne. Straßen zum Stillstand. Menschen bleiben im Stau stecken, Notärzte kommen zu spät – und irgendwo klebt wieder jemand seine Hand fest. Für viele ist das der Inbegriff von Radikalität. Für andere ist es ziviler Widerstand.
    Die sogenannten „Klimakleber“ und radikale Aktivisten von Gruppen wie der „Letzten Generation“ (jetzt: "Neue Generation") sagen: Wir müssen stören, um gehört zu werden.
    Aber ist das noch Protest –…

    Oh, das sieht tatsächlich nach Gewalt aus. Also Streit oder Verletzung. Die Kopfhaut ist niemals so dunkelrot, sondern eher fleischrosa. Das sieht nach einer Blutung unter der Haut aus.

    Diskussion zum Artikel 🧠Denkstoff #7: Klimaschutz: Was können wir tun – und was müssen die Großen endlich tun?:

    Zitat

    Der Appell an den Einzelnen – notwendig, aber nicht ausreichend

    Klimaschutz fängt bei jedem von uns an. Weniger Fleisch essen, weniger fliegen, das Auto öfter stehen lassen, energiesparende Geräte nutzen, Kleidung bewusst kaufen – all das sind sinnvolle und wichtige Schritte.
    Solche Veränderungen im Alltag zeigen Verantwortung und helfen, das gesellschaftliche Bewusstsein zu schärfen. Sie machen uns sensibler für die Themen, über die wir sprechen müssen.
    Aber so ehrlich sollten wir sein:

    Ich danke dir für deinen Beitrag und deine Gedanken zum Thema „Konsumsucht“.

    Ich glaube, dass gerade in einer Zeit, in der vieles so schnelllebig und ersetzbar geworden ist, das Gefühl für echte Wertigkeit und Achtsamkeit verloren geht.


    Für mich ist Dankbarkeit eine der wichtigsten Eigenschaften, um innerlich ruhig und zufrieden zu bleiben. Wer das schätzen kann, was er hat, läuft weniger Gefahr, sich in äußeren Dingen zu verlieren.

    Ein Gedanke, der mich dabei begleitet:

    „Nicht der ist reich, der viel besitzt, sondern der, der sich an wenigem erfreuen kann.“

    Wohlfühlen im Winter: Licht und Temperatur für Wellensittiche in der dunkleren Jahreszeit

    Wenn die Tage kürzer und die Temperaturen draußen kühler werden, ändert sich auch die Umgebung für unsere gefiederten Freunde. Wellensittiche sind zwar robust, aber gerade in der dunkleren Jahreszeit brauchen sie besondere Aufmerksamkeit, damit sie gesund und munter bleiben. In diesem Artikel erfährst du, worauf du bei Licht und Temperatur achten solltest, damit dein Wellensittich auch im Herbst und Winter glücklich ist.

    Licht – Mehr als nur Helligkeit

    Wellensittiche stammen ursprünglich aus Australien, wo sie viel Sonnenlicht abbekommen. Licht ist für sie nicht nur wichtig, um wach und aktiv zu bleiben, sondern auch für ihren Stoffwechsel und ihr Wohlbefinden.

    • Tageslicht simulieren: Da die Tage im Herbst und Winter kürzer sind, solltest du darauf achten, dass dein Wellensittich ausreichend Licht bekommt. Ideal ist natürliches Tageslicht, zum Beispiel durch einen hellen Platz am Fenster (aber ohne Zugluft!). Wenn das nicht möglich ist, kannst du spezielle Vollspektrum- oder UV-Lampen nutzen, die das natürliche Sonnenlicht nachahmen. Diese unterstützen die Vitamin-D-Bildung, die für gesunde Knochen wichtig ist.

    • Lichtzeiten anpassen: Wellensittiche brauchen etwa 10-12 Stunden Licht pro Tag. Achte darauf, dass sie in der dunkleren Jahreszeit nicht zu früh in die Dunkelheit „versetzt“ werden. Ein Timer für die Beleuchtung kann helfen, feste Lichtzeiten einzuhalten.

    • Das richtige Lichtspektrum: UV-A und UV-B für die Gesundheit
      Neben der Helligkeit spielt auch das Lichtspektrum eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden deines Wellensittichs. Besonders die ultravioletten Lichtanteile UV-A und UV-B sind entscheidend:
      • UV-A Licht unterstützt das natürliche Verhalten und die Wahrnehmung deiner Wellensittiche. Vögel sehen UV-Licht und nutzen es unter anderem zur Partnerwahl und Orientierung. Es trägt also dazu bei, dass sich dein Wellensittich „natürlich“ fühlt.
      • UV-B Licht ist besonders wichtig für die Vitamin-D3-Synthese in der Haut. Vitamin D3 wiederum sorgt für die richtige Calciumaufnahme, die für gesunde Knochen und den Stoffwechsel unerlässlich ist. Gerade in der dunkleren Jahreszeit, wenn die Sonne kaum scheint, solltest du auf eine Beleuchtung mit UV-B-Anteil achten.
      Deshalb sind spezielle Vollspektrumlampen, die UV-A und UV-B enthalten, ideal für Wellensittiche – vor allem in der Winterzeit, wenn das natürliche Sonnenlicht fehlt.

    Temperatur – Wohlige Wärme ohne Überhitzung

    Wellensittiche mögen es angenehm warm, aber nicht zu heiß. Ihre optimale Wohlfühltemperatur liegt zwischen 18 und 24 Grad Celsius.

    • Zugluft vermeiden: Gerade im Herbst und Winter solltest du Zugluft unbedingt vermeiden, da Wellensittiche empfindlich darauf reagieren und leicht erkälten können.

    • Raumtemperatur konstant halten: Temperaturschwankungen setzen den Vögeln zu. Halte die Raumtemperatur möglichst stabil und vermeide kalte Ecken, insbesondere in der Nähe des Käfigs.

    • Heizung und Luftfeuchtigkeit: Heizungen trocknen die Luft aus, was die Atemwege der Wellensittiche reizen kann. Sorge für eine angenehme Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel mit einem Luftbefeuchter oder indem du ab und zu eine Schale mit Wasser in der Nähe des Käfigs platzierst.

    Extra-Tipps für den Winter

    • Beobachte dein Tier: Wellensittiche verändern ihr Verhalten, wenn ihnen kalt ist oder sie unwohl fühlen. Sie können sich zusammenkuscheln, weniger aktiv sein oder das Gefieder sträuben. Achte darauf und passe Licht und Temperatur entsprechend an.

    • Futter und Wasser: Achte darauf, dass frisches Wasser nicht zu kalt ist. In der Natur trinken Wellensittiche bei kaltem Wetter auch gerne leicht wärmeres Wasser.

    Fazit

    Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du deine Wellensittiche auch in der dunkleren Jahreszeit optimal versorgen. Sorge für ausreichend Licht, vermeide Zugluft und halte die Temperatur angenehm warm. So bleibt dein kleiner Freund auch im Herbst und Winter gesund, aktiv und munter.


    Weitere Infos findest du auf unserer Website:

    Wellensittiche und das Thema Licht
    Artikel über Nutzen, Wichtigkeit und Fakten zum Thema Licht für Vögel


    Beleuchtung / Vogellampen für Wellensittiche
    Artikel um Vogellampe, Birdlamp und sonstige Beleuchtungen mit Hilfestellung zur Auswahl der richtigen Beleuchtung

    Diskussion zum Artikel 🧠 Denkstoff # 6: Zufrieden – aber nicht satt?:

    Zitat

    Wenn Konsum nie genug ist.

    Ich kenne das: Man hat sich lange eine bestimmte Pflanze gewünscht. Selten, nicht ganz billig, aber wunderschön. Man spart, wartet, klickt, freut sich – und tatsächlich, sie kommt an, sie wächst, sie steht da.
    Und trotzdem hüpft ein paar Wochen später die nächste Pflanze in den Warenkorb. Wieder selten, wieder besonders.
    Es ist keine Gier. Ich freue mich wirklich über die erste – und doch meldet sich dieses leise Gefühl: Was kommt als Nächstes?


    Manchmal frage ich mich,…

    Es tut mir wirklich sehr leid zu hören, dass ihr Pixel gehen lassen musstet. Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Ich kann mir vorstellen, dass Pixel euch so richtig ans Herz gewachsen ist und er war richtiger Teil der Familie. Dass Pixel so sensibel war und sogar als „Chef“ für Poppy da sein konnte, zeigt, wie besonders die Beziehung war.


    Es muss unglaublich schwer gewesen sein, ihn beim Abschied zu begleiten, vor allem, weil die Gicht ihm Schmerzen bereitet hat, gegen die es leider keine Heilung gibt. Aber es ist schön zu wissen, dass ihr ihm noch so viele liebevolle Momente geschenkt habt – wie sein letztes Bad am Wochenende. Das zeigt, wie sehr ihr euch um ihn gekümmert habt.


    Pixel hinterlässt sicher eine große Lücke, und ich kann gut verstehen, dass ihr ihn sehr vermisst. Auch wenn Worte den Verlust nicht ersetzen können, möchte ich dir sagen, dass ich hier bin und mitfühle.


    Deine liebevolle Beschreibung von Pixel zeigt, wie tief eure Bindung war. Danke, dass du ihn hier mit uns teilst und ihm so ein Denkmal setzt.

    Diskussion zum Artikel 🧠 Denkstoff #5: Armut, Reichtum, Mittelstand:

    Zitat
    "Die faulen Bürgergeldler."
    "Der ausgepresste Mittelstand."
    "Die da oben, stopfen sich die Taschen immer voller."


    Diese Sätze kennen wir. Vielleicht haben wir sie selbst schon gedacht oder gehört. Es sind schnelle Urteile – zugespitzt, bequem, aber selten fair. Statt differenziert hinzusehen, werden oft ganze Gruppen in Schubladen gepackt. Das beginnt schon beim Thema Arbeit und Erfolg: Wer wenig verdient oder staatliche Unterstützung bezieht, wird schnell verdächtigt, nicht genug gearbeitet…

    Das Brüten von Wellensittichen im Wohnzimmer klingt auf den ersten Blick verlockend, birgt aber viele Herausforderungen und sollte gut überlegt werden.

    Gründe für und gegen das Brüten

    • Dafür spricht:

      • Es ist ein faszinierendes Naturerlebnis, die Entwicklung der Küken miterleben zu können.

      • Manche Halter möchten den eigenen Vögeln den natürlichen Bruttrieb ermöglichen und erleben, wie ein echtes Paar gemeinsam Nachwuchs aufzieht.

      • Wer bereit ist, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, kann wertvolle Erfahrungen sammeln.

    • Dagegen spricht:

      • Die Verantwortung steigt enorm: Plötzlich können aus zwei Vögeln zehn oder mehr werden, was mehr Platz, Zeit und Geld für Futter, Pflege und medizinische Versorgung erfordert.

      • Für alle Jungvögel müssen langfristig gute Plätze gefunden werden – eine Aufgabe, die häufig unterschätzt wird.

      • Die Brut und die Aufzucht sind mit Risiken verbunden, etwa Krankheiten, Aggression unter den Vögeln oder Versorgungsprobleme der Küken.

      • Es bestehen rechtliche und tierschutzrelevante Pflichten, zum Beispiel in Bezug auf artgerechte Haltung und Versorgung der Tiere.

    Was muss man unbedingt beachten?

    • Das Brutpaar sollte gesund und in geeigneter körperlicher Verfassung sein – kranke oder zu junge Tiere sind nicht geeignet.

    • Die richtige Brutumgebung ist essentiell: Dazu gehören passende Nistkästen, artgerechtes und abwechslungsreiches Futter sowie ausreichend Ruhe und Hygiene.

    • Vorher sollte klar sein, ob genügend Platz und Ressourcen für den Nachwuchs zur Verfügung stehen.

    • Informiere dich bei Experten (Tierarzt, erfahrene Halter), um auf Notfälle wie Legenot vorbereitet zu sein.

    • Gesetzliche Bestimmungen und Tierschutzauflagen müssen stets eingehalten werden.

    Was kann alles schief gehen?

    • Brutabbrüche oder das Versagen der Elterntiere bei der Aufzucht sind häufig. In solchen Fällen muss der Halter bereit und fähig sein, Küken rund um die Uhr mit der Hand aufzuziehen, was viel Erfahrung und Zeit erfordert.

    • Es können gesundheitliche Probleme auftreten (Legenot, Infektionen, Missbildungen), die sofortiges Eingreifen und tierärztliche Versorgung notwendig machen.

    • Wenn Jungvögel nicht abgegeben werden können, müssen sie dauerhaft versorgt werden – dafür sind Platz, Geld und Wissen erforderlich.

    • Stress im Schwarm durch zu wenig Nistplätze oder Rivalität kann zu Aggressionen und Verletzungen führen.

      Prävention und schnelle Reaktion

    • Stets auf Sauberkeit bei Brut und Aufzucht achten: Saubere Nester und Einstreu, keine feuchten oder schmutzigen Unterlagen.

    • Symptome wie Apathie, Durchfall, Verformungen oder Schwäche sofort wahrnehmen und handeln.

    • Jungtiere sollten bei Auffälligkeiten zügig zum spezialisierten Tierarzt gebracht werden – warten verschlechtert oft die Chancen.

    • Im Zweifelsfall lieber rasch Hilfe holen, als erst selbst zu experimentieren.

    Maßnahmen zur Brutverhinderung

    Wer nicht möchte, dass seine Wellensittiche Nachwuchs bekommen, kann verschiedene tierfreundliche und effektive Maßnahmen treffen – eine medizinische Kastration oder Sterilisation ist dabei nicht empfehlenswert.

    • Keine Nistmöglichkeiten anbieten: Wellensittiche sind Höhlenbrüter. Werden Nistkästen, Niströhren und andere höhlenartige Verstecke konsequent entfernt, können die Vögel gar nicht erst mit dem Brutgeschäft beginnen.

    • Nicht zu viel Nistmaterial anbieten: Keine weichen Materialien wie Baumwollfasern, Holzwolle oder Papier im Käfig bereithalten. Das reduziert den Trieb, ein Nest zu bauen.

    • Geschlechtertrennung erwägen: Die sicherste Methode ist, keine Männchen und Weibchen gemeinsam zu halten, sofern die Gruppenkonstellation das zulässt.

    • Licht und Futter gezielt steuern: Weniger Tageslicht, keine übermäßigen Vitamingaben und ein leicht reduziertes Futterangebot können den Bruttrieb mindern, aber Maßnahmen müssen stets tierschutzgerecht bleiben.

    • Kunststoffeier als Gelege-Ersatz: Falls trotzdem Eier gelegt werden, sollten sie durch Kunststoffeier ersetzt werden. Echtes Ei => herausnehmen, Plastikei rein. Das Weibchen brütet darauf und stellt den Legetrieb ein. Niemals echte Eier einfach wegnehmen, da sonst das Weibchen dauernd nachlegt, was gesundheitlich schädlich ist.

    • Brutstimmung vermeiden: Keine größeren Umgestaltungen, keine Konditionen schaffen, die zu viel Ruhe und Paarharmonie begünstigen, denn das fördert die Brutbereitschaft.

    Was ist NICHT zu empfehlen?

    • Kastration/Sterilisation: Diese medizinischen Eingriffe sind mit hohen Risiken und Schmerzen verbunden und werden aus Tierschutzsicht abgelehnt, außer im absoluten Notfall bei Krankheiten.

    • Hormonbehandlungen: Ebenfalls sollte hiervon bei gesunden Tieren Abstand genommen werden

    Mit gezielten Umstellungen der Haltung und etwas Wissen lässt sich auf tierfreundliche Weise verhindern, dass die Wellensittiche in Brutstimmung kommen oder erfolgreich brüten.


    Fazit

    Die Entscheidung, Wellensittiche im heimischen Wohnzimmer brüten zu lassen, sollte niemals spontan oder unüberlegt getroffen werden. Sie bedeutet eine erhebliche Verantwortung und bleibt ein Hobby für sehr engagierte und gut informierte Halter, die auch in Krisensituationen immer schnell und kompetent reagieren können.

    Wer sich nicht davon abbringen lässt, muss bereit sein, sich umfangreiches Wissen anzueignen, im Notfall Tag und Nacht einzugreifen und bei Problemen sofort zu handeln, und für jedes einzelne Tier Verantwortung zu übernehmen – für viele Jahre.

    Danke für deine Rückmeldung!

    Nur kurz zur Einordnung: Vogelmilben hatten wir in unseren bisherigen Antworten gar nicht erwähnt – möglicherweise gab es da ein Missverständnis oder eine Verwechslung mit einem anderen Beitrag?

    Was Einstein betrifft: Die Kombination aus Beinverletzung und Durchfall ist tatsächlich nicht ganz einfach einzuordnen. Ich hatte Nierenprobleme (z. B. eine Entzündung) in Betracht gezogen, weil Durchfall alleine durch eine Beinverletzung eher untypisch wäre – aber klar, es können natürlich auch mehrere Ursachen parallel vorliegen.


    Was den Tierarzt betrifft, kann ich deinen Eindruck nachvollziehen. Auch wenn er vogelkundig ist, wirkt der beschriebene Umgang mit dem Fall eher zurückhaltend. Dass er bei einem Gewicht von nur 36 g von einer Blutuntersuchung abgeraten hat, ist aus meiner Sicht allerdings absolut korrekt – bei so kleinen und geschwächten Vögeln ist der Eingriff mit einem hohen Risiko verbunden, da sie nur sehr wenig Blutvolumen haben.


    Dass sein Fokus zunächst auf der Beinverletzung lag, ist verständlich, da sichtbare Wunden natürlich schnell behandelt werden müssen. Trotzdem stimme ich dir zu, dass die Ursache des Durchfalls mindestens genauso dringend geklärt werden sollte. Gerade weil eine Wunde nicht zwangsläufig Durchfall verursacht, drängt sich der Verdacht auf, dass da noch etwas anderes im Hintergrund läuft – eventuell Gicht oder eine andere Nierenerkrankung. Auch Leberprobleme könnten in Frage kommen.


    Das übermäßige Schnabelwachstum, das du erwähnst, passt tatsächlich gut ins Bild von Gicht bzw. Stoffwechselstörungen.

    Eine Kotuntersuchung halte ich in jedem Fall für sinnvoll – auch wenn sie nicht immer eindeutige Ergebnisse bringt, kann sie wichtige Hinweise auf bakterielle Infektionen, Hefen oder Parasiten liefern. Ich würde diesen Weg definitiv weiterverfolgen.


    Hast du die Möglichkeit, einen weiteren Tierarzt zu Rate zu ziehen, der mehr Wert auf die inneren Ursachen legt?


    Ich bin gespannt, was die weitere Abklärung ergibt und hoffe, es geht ihm bald besser.

    Das tut mir leid.
    War das ein vogelkundiger Tierarzt? Welche Untersuchung hätte er denn angeraten, wenn Einstein stabiler gewesen wäre? Wie seid ihr auf Gicht gekommen? Hat er warme Füßchen, die geschwollen sind oder sogar schon Gichtknoten?


    Ja, er hat Schmerzen, es kann irgendetwas mit den Nieren sein. Vielleicht eine Entzündung. Bei Gicht bekommt man normalerweise kein Antibiotikum, sondern eher Kortison und ein Schmerzmittel. Wenn er ein Antibiotikum bekommen hat, tippt der Arzt vermutlich auf eine schwere Nierenentzündung. Leider geht das selten gut aus, die meisten Nierenerkrankungen führen zum Tod. Daher ist ein wirklich vogelkundiger Tierarzt wichtig, der hätte eine Kotprobe genommen und auf Bakterien, Viren oder Pilzerkrankung etc. untersucht und dann dementsprechend behandelt. Auch wird bei der Untersuchung der Wellensittich gründlich abgetastet, ob eine Verdickung oder Schwellung vorhanden ist. Hat der Tierarzt das gemacht?


    Bei einer Nierenentzündung - auch bei Gicht - wird oft Colchizin oder Allopurinol verabreicht. Was du im Moment tun kannst, ihn warm zu halten und Vitamin A für Ziervögel über das Trinkwasser zu verabreichen. Einige haben auch Erfolge mit einer Tyrode-Lösung (das sind Elektrolyte zusammen mit etwas Glukose) zu verzeichnen gehabt, ansonsten verabreiche gerne natriumarmes Mineralwasser (Heilwasser ohne Kohlensäure, natriumarm).

    Bei Verdacht auf Nierenerkrankung bitte kein eiweißhaltiges Futter anbieten, auch kein Korvimin!!! Nichts mit Aminosäuren!


    Dann solltest du alle Sitzstangen abpolstern, nicht nur einige, sondern alle.

    Du kannst hier mehr über Nierenerkrankungen bei Wellensittichen lesen:
    https://www.sittiche.de/krank_nierenerkrankung.htm

    Es wird immer schlimmer. Das Rentner-Bashing geht weiter. Ich beobachte das schon eine zeitlang.
    Jetzt geht es um den Vorschlag eines sozialen Jahres für Babyboomer.

    Im „Tagesspiegel“ hatte Fratzscher zu seinen Vorschlägen erklärt: „Die Boomer haben zu wenig Kinder bekommen. Darum müssen sie im Alter ein soziales Pflichtjahr leisten, damit die Sozialsysteme finanzierbar bleiben.“ Gleichzeitig wandte er sich dagegen, dass die junge Generation ein soziales Jahr oder Wehrdienst leisten solle.

    • Babyboomer-Sicht: Diese Generation hat lange Zeit hohe Beiträge in die Systeme gezahlt, viele Jahre Vollzeit gearbeitet und den Wohlstand von heute mit aufgebaut. Wenn dann öffentlich suggeriert wird, sie hätten „zu wenig geleistet“ oder müssten jetzt noch einmal „zurückzahlen“, empfindet das viele zu Recht als unfair.


    Die Verantwortung für die heutige demografische Lage liegt nicht nur bei den Babyboomern. Auch die nachfolgenden Generationen haben im Schnitt deutlich weniger Kinder bekommen – und die jetzige junge Generation (Mitte 20 bis 30) steht oft überhaupt erst am Anfang ihres Familienlebens.


    Lieber Herr Fratzscher, man muss doch einmal die Kirche im Dorf lassen. Wir Babyboomer haben jahrzehntelang gearbeitet, in die Sozialkassen eingezahlt und diesen Wohlstand überhaupt erst möglich gemacht. Viele von uns pflegen heute schon ihre Eltern, helfen den Kindern finanziell und kümmern sich um die Enkel. Und da soll uns jetzt im Alter noch ein Pflichtjahr aufgebrummt werden? Das ist schlicht respektlos.

    Die Wahrheit ist: Niedrige Geburtenraten gibt es seit Generationen, nicht nur bei uns. Die Ursachen liegen in Politik und Gesellschaft, nicht bei einzelnen Jahrgängen. Und wer behauptet, nur wir Älteren müssten noch einmal ran, verkennt völlig, wie sehr wir schon heute durch Familie, Pflege und Ehrenamt tragen.

    Wenn wir wirklich Lösungen wollen, dann müssen alle Generationen zusammenhalten – mit besseren Arbeitsbedingungen in Pflege- und Sozialberufen, mit Familienförderung und vernünftigen Reformen. Aber eines sage ich ganz klar: Anstatt die Älteren pauschal zu bashen, verdient unsere Lebensleistung Anerkennung, nicht Verhöhnung.

    Sie selbst haben in einem Interview erzählt, dass sie in ihrer Jugend weder Wehr- noch Ersatzdienst geleistet haben. Auf die Nachfrage, ob Sie dennoch die Babyboomer, die bereits in ihrer Jugend Wehr- oder Ersatzdienst geleistet haben, ein zweites Mal in die Pflicht nehmen möchten, bestätigten sie als DIW-Chef: "Die Boomer sollen doppelt Dienst leisten, die Gen Z erstmal nicht."


    Wer selbst keinen Pflichtdienst gemacht hat, sollte nicht ausgerechnet denen, die schon einmal gedient haben, ein zweites Mal die Pflicht aufdrücken wollen – das ist pure Doppelmoral, das ist Heuchelei!

    Was tun, wenn mein Vogel entflogen ist?

    Es passiert leider schneller, als man denkt: Der geliebte Wellensittich, ein größerer Sittich oder sogar ein Papagei entkommt aus dem sicheren Zuhause und ist plötzlich draußen in der freien Natur. Für viele Halter ist das ein Schock und eine große Sorge. Doch Panik hilft nicht weiter – es gibt bewährte Schritte, mit denen du die Chancen erhöhen kannst, deinen gefiederten Freund wiederzufinden.

    1. Ruhe bewahren und schnell handeln

    Sobald dir auffällt, dass dein Vogel entflogen ist, heißt es Ruhe bewahren und direkt aktiv werden. Je schneller du reagierst, desto besser stehen die Chancen, dass dein Vogel noch in der Nähe ist.

    2. Sofort in der Umgebung suchen

    Wellensittiche und kleinere Papageien fliegen meist nicht sofort weit weg, sondern bleiben oft in der Nähe des Ausbruchsorts. Schau deshalb zunächst in Bäumen, Büschen und auf Dächern rund um dein Zuhause nach. Rufe deinen Vogel mit vertrauten Stimmen oder Pfeiftönen – oft reagieren sie auf bekannte Laute.

    3. Hilfe von Nachbarn und Umgebung organisieren

    Informiere Nachbarn, Freunde und Bekannte und bitte sie, ebenfalls Ausschau zu halten. Je mehr Augen mithelfen, desto besser. Hänge Flugblätter mit Foto und Kontaktinformationen in der Nachbarschaft auf, auch in Tierarztpraxen und Zoohandlungen.

    4. Futterstellen und Wasser aufstellen

    Stelle Futter und frisches Wasser in der Nähe des Entfluchtorts auf. Das lockt oft verirrte Vögel an, besonders wenn sie hungrig oder durstig sind. Ein bekanntes Futter, das dein Vogel gern mag, erhöht die Anziehungskraft.

    5. Online und soziale Medien nutzen

    Poste in lokalen Facebook-Gruppen, Vogel-Foren und auf Plattformen wie „Vogel vermisst“ oder „Tierschutzseiten“. Oft melden sich Finder oder andere Halter mit hilfreichen Hinweisen. Wenn du hier im Forum eine Anzeige aufgeben möchtest, bitte vergesse nicht, den Wohnort anzugeben.

    6. Geduld haben

    Manche Vögel tauchen nach Stunden, Tagen oder sogar Wochen wieder auf. Bleibe also dran, halte die Futterstelle weiterhin bereit und informiere dich regelmäßig bei Tierheimen und Pflegestellen.

    7. Für größere Papageien gilt: Noch besser sichern

    Bei größeren Sittichen und Papageien ist das Fluchtpotenzial oft höher, und sie können schneller weite Strecken zurücklegen. Trotzdem gelten die gleichen Grundregeln: schnell suchen, Futterstellen aufbauen, Hilfe mobilisieren und online informieren. Zusätzlich kann eine Halsband-Sender oder ein GPS-Tracker bei solchen Vögeln sinnvoll sein, um sie leichter wiederzufinden.

    Fazit

    Der Verlust eines Vogels ist belastend, aber mit gezielten Maßnahmen kannst du die Chancen auf ein Wiedersehen deutlich steigern. Wichtig ist, schnell und systematisch zu handeln, die Umgebung einzubeziehen und nicht die Hoffnung zu verlieren.


    Hast du schon einmal erlebt, dass dein Wellensittich oder ein anderer Vogel entflogen ist? Welche Tipps haben dir am meisten geholfen? Teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren!

    Diskussion zum Artikel 🧠 Denkstoff #4: Generationskonflikte (Boomer, Gen Z, Millennials):

    Zitat

    Lasst uns nicht gegeneinander ausspielen!

    Das Thema Generationenkonflikte ist ein echter Dauerbrenner – und gleichzeitig voller Klischees, Missverständnisse und ehrlicher Sorgen. Ob in den Medien, in der Politik oder am Arbeitsplatz: Allzu oft wird das Bild vom „faulen Nachwuchs“ oder von den „rücksichtslosen Alten“ bemüht. Aber bringt uns das wirklich weiter? Wohl kaum. Solche Lagerkämpfe spalten eher, als dass sie Lösungen schaffen.

    Alltagsszenen voller Spannungen

    Stellt euch eine Teamsitzung…