Beiträge von Schwester S.

    Wichtiger Hinweis für alle Vogelhalter


    Ihr Lieben, die Raclette‑Zeit, Silvester und die gemütliche Winterküche stehen an. Doch genau jetzt entsteht eine Gefahr, die viele Vogelhalter nicht kennen – und die für unsere gefiederten Freunde tödlich enden kann.

    🧀🔥 Warum Raclette & Co. für Vögel lebensgefährlich sind

    Viele Küchengeräte – darunter Raclette‑Grills, Crêpe‑Pfannen, Waffeleisen, Kontaktgrills und manche Backbleche – besitzen eine PTFE‑Beschichtung. Wird diese stark erhitzt, entstehen unsichtbare, geruchslose Dämpfe, die für Menschen bereits ungesund sind.

    Für Vögel jedoch sind diese Dämpfe sofort hochgiftig. Ihr extrem empfindliches Atmungssystem reagiert auf PTFE‑Dämpfe innerhalb von Sekunden bis Minuten – oft ohne jede Chance auf Rettung.

    Das betrifft alle Vogelarten: Wellensittiche, Nymphensittiche, Papageien, Kanarienvögel, Finken und viele mehr.

    ❗ Lüften reicht NICHT aus

    Viele denken: „Wir machen das Fenster auf, dann ist es sicher.“ Leider nein. Die Dämpfe verteilen sich schnell im ganzen Raum, bleiben trotz Lüftung gefährlich und können sogar durch Türspalten in andere Zimmer gelangen.

    ✅ Die wichtigste Schutzmaßnahme

    Vögel müssen während der Nutzung solcher Geräte IMMER aus dem Raum! Am besten in:

    • einen anderen, weit entfernten Raum,
    • idealerweise ein anderes Stockwerk,
    • mit dicht geschlossener Tür.

    Erst wenn das Gerät vollständig abgekühlt und der Raum gut durchgelüftet ist, dürfen die Vögel wieder zurück.

    ❤️ Bitte schützt eure Schätze

    Viele Halter wissen nichts von dieser Gefahr – und genau deshalb passieren jedes Jahr tragische Verluste. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass niemand seine Tiere aus Unwissenheit verliert.

    👉 Bitte teilt diesen Beitrag, damit möglichst viele Vogelhalter gewarnt sind. Gemeinsam können wir Leben retten. 🦜💚


    Warum Raclette & Co. für Vögel lebensgefährlich sind

    Notfallplan: Wer versorgt meine Tiere, wenn mir etwas passiert?

    Was passiert, wenn du durch einen Unfall oder eine plötzliche Krankheit nicht nach Hause kommst? Damit deine Vögel oder andere Mitbewohner in so einem Fall nicht unversorgt bleiben, hilft ein strukturierter Notfallplan.

    1. Die Notfallkarte im Portemonnaie

    Das ist der wichtigste Schritt. Rettungskräfte schauen bei Bewusstlosen immer ins Portemonnaie.

    • Inhalt: Ein auffälliger Zettel oder eine laminierte Karte mit dem Text: "ACHTUNG! Zuhause warten Tiere auf Hilfe!"
    • Details: Anzahl und Art der Tiere angeben.
    • Kontakt: Name und Telefonnummer von 1–2 Personen, die einen Schlüssel haben und die Tiere sofort versorgen können.

    2. Der Notfall-Ordner (Griffbereit in der Wohnung)

    Lege einen Ordner an, der direkt bei den Tieren oder an einem zentralen Ort (z. B. Flurkommode) liegt.

    • Fütterungsplan: Was, wie viel und wie oft? (Besonders wichtig bei Frischfutter oder speziellen Körnermischungen).
    • Medikamente: Falls ein Tier regelmäßig Medizin braucht (Dosierung und Vergabe genau beschreiben).
    • Tierarzt-Kontakt: Welcher Arzt kennt die Tiere? (Wichtig: Adressen von vogelkundigen Tierärzten!).
    • Besonderheiten: "Vorsicht, Wellensittich Hansi ist sehr schreckhaft" oder "Fenster im Vogelzimmer muss geschlossen bleiben".

    3. Schlüssel-Management

    Hinterlege bei mindestens zwei Vertrauenspersonen einen Zweitschlüssel.

    • Nachbarschaft: Jemand, der im Zweifel in 5 Minuten vor Ort sein kann.
    • Freunde/Familie: Jemand, der die Tiere und ihre Bedürfnisse gut kennt.
    • Tipp: Ein kleiner Hinweis in der Wohnung (z. B. an der Innenseite der Wohnungstür), wer alles einen Schlüssel besitzt.

    4. Dokumentation für den Ernstfall (Fotos & Ringnummern)

    Damit Helfer genau wissen, wer wer ist:

    • Erstelle eine Liste mit Fotos der Tiere, ihren Namen und ggf. Ringnummern oder Chipnummern.
    • Das hilft auch, falls Tiere in eine Pflegestelle oder Tierpension umziehen müssen.

    5. Rechtliche Vorsorge (Todesfall)

    Es ist kein schönes Thema, aber notwendig:

    • Vollmacht: Erteile einer Vertrauensperson eine schriftliche Vollmacht zur Versorgung und ggf. Weitervermittlung der Tiere.
    • Finanzielle Absicherung: Hinterlege ggf. einen kleinen Betrag für Futter- und Tierarztkosten, auf den die Vertrauensperson Zugriff hat.
    • Testament: Bei größeren Beständen kann im Testament festgelegt werden, wer die Tiere übernimmt oder welcher Verein sich um die Vermittlung kümmern soll.

    Ein kleiner Tipp: Du könntest in den Notfall-Ordner auch aktuelle Fotos deiner Voliere und der Technik (Lichtsteuerung, Luftbefeuchter) legen. So sehen Helfer sofort, wie alles im Normalzustand aussehen muss.

    Download

    Notfallkontaktkarte als PDF
    Notfallkontaktkarte.pdf

    (DIN A4 Größe mit 2 x jeweils Vorder- und Rückseite)
    Vorder- und Rückseite können zusammengeklebt und anschließend laminiert werden.


    Notfallkontaktkarte als PNG (in Scheckkarten-Größe)

    Vorderseite


    Rückseite


    Für die PNG-Datei gilt:
    Das Bild kann in die Foto-App geladen oder in Word/Writer an die richtige Stelle gezogen werden.

    Tipp: Bitte beim Ausdrucken darauf achten, dass die Größe auf 8,5 cm x 5,5 cm eingestellt ist.


    Druckanleitung:

    Beim Drucken in den Einstellungen "Originalgröße" oder "100%" wählen sollen, nicht "Auf Seite anpassen".


    Profi-Tipp für LibreOffice / Word-User:

    Falls jemand die Karte in ein Dokument einfügt:

    • Rechtsklick auf das Bild -> Eigenschaften/Größe.
    • Dort manuell 8,5 cm Breite eingeben (das Seitenverhältnis sollte gesperrt sein, damit die Höhe automatisch auf 5,5 cm springt).
    • Dann ist es völlig egal, wie groß das Bild auf dem Monitor erscheint – der Drucker weiß genau, was zu tun ist.


    Ich habe keine App von Supermärkten, da sie mir zu viele Daten sammeln. Außerdem finde ich den Hype, um das Punktesammeln steht in keinem Verhältnis zum Ertrag. Es ist für einige wohl unverzichtbar, mit anderen zu konkurrieren. Am Ende ist es nur eine Auslagerungsmöglichkeit für den Handel, um zu erfahren, was wir genau kaufen. Dadurch spart sich der Händler die Arbeit es selbst zu machen, da der Käufer ja mit dieser Methode ihm die Daten frei Haus liefert. Für einen lächerlichen Preis, allerdings, da schon sehr gerne viele darauf hereinfallen, macht uns blind für solche Machenschaften. :bravo: :kopfkratz:

    Ja, da hast du Recht, dass die App-Nutzer in der Regel nicht immer bewusst darüber informiert werden, wie umfangreich die gesammelten Daten tatsächlich sind. Doch im Hintergrund werden diese Daten oft für Marketingzwecke genutzt. Und ich denke auch, dass diese App-Anbieter das klar kommunizieren, welche Daten sie genau erheben und wie sie genutzt werden.

    Was die "Auslagerung der Arbeit" angeht, hast du auch recht. Die Händler ersparen es sich dadurch, teure Marktforschung zu betreiben oder eigene Systeme zur Kundenanalyse zu entwickeln. Das erledigt alles die Karte bzw. die App.

    Hallo Ruth,

    es tut mir leid, dass sich die Threaderstellerin nicht mehr gemeldet hat. Oft ist es so, dass zeitgleich in mehreren Foren und auch manchmal auch in diversen Facebook-Gruppen solche Vermittlungsgesuche gepostet werden und die Threadersteller irgendwann nicht mehr wissen, wo überall das war.
    Die Threaderstellerin hat sich auch nur als Gast hier gemeldet, von daher hat man auch keine andere Kontaktmöglichkeit. Das ist schade.

    📝 Checkliste für die Haltung von Katharinasittichen

    Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, Katharinasittiche zu halten? Diese kompakte Übersicht hilft dir, schnell zu prüfen, ob du deinen Katharinasittichen alles bietest, was sie für ein gesundes und glückliches Leben brauchen.

    1. Grundausstattung

    • Geräumige, breite Voliere (mind. ca. 120 cm Breite)
    • Viele Naturäste in unterschiedlichen Stärken
    • Kletterelemente: Seile, Leitern, Korkstücke
    • Rückzugsorte: Korkröhren, Plattformen, dichte Äste
    • Sichere Sitzplätze außerhalb der Voliere für den Freiflug

    2. Tägliche Pflege & Beschäftigung

    • Täglicher Freiflug (mind. 1–2 Stunden)
    • Abwechslungsreiche Beschäftigung: Zweige, Schreddermaterial, frische Äste
    • Regelmäßige Reinigung von Näpfen, Stangen und Volierenboden
    • Frisches Trinkwasser täglich erneuern

    3. Ernährung

    • Hochwertige Körnermischung für südamerikanische Sittiche
    • Täglich frisches Gemüse (Paprika, Karotte, Blattgemüse)
    • Kräuter und Zweige zum Knabbern
    • Obst nur in kleinen Mengen
    • Keimfutter oder Pellets als Ergänzung

    4. Sozialverhalten & Wohlbefinden

    • Mindestens ein Partnervogel – niemals einzeln halten
    • Ruhige Umgebung ohne Dauerstress oder Lärm
    • Beobachtung des Verhaltens: Wirkt der Vogel aktiv, neugierig, sozial
    • Rückzugsmöglichkeiten für Ruhephasen

    5. Gesundheit

    • Regelmäßige Gewichtskontrolle
    • Beobachtung von Gefieder, Atmung, Kot und Aktivität
    • Keine Zugluft, keine starken Temperaturschwankungen
    • Vogelkundigen Tierarzt für Routinechecks kennen

    6. Sicherheit im Haushalt

    • Fenster und Türen während des Freiflugs sichern
    • Keine giftigen Pflanzen oder Dämpfe (z. B. Teflon)
    • Kabel, kleine Gegenstände und Gefahrenquellen entfernen
    • Keine Räucherstäbchen, Duftkerzen oder Sprayprodukte im Vogelzimmer


    Auf sittiche.de findest du noch einen Steckbrief über den Katharinasittich sowie einen etwas ausführlicheren Haltungsratgeber und zu welchen anderen Vögeln er vergesellschaftet werden kann.

    Hier ist ein Artikel, der dir hilft, die spannende Körpersprache deiner Wellensittiche zu entschlüsseln, besonders wenn es um Konflikte und Stress geht.

    Was dein Wellensittich dir sagen will: Körpersprache bei Aggression, Stress und Angst entschlüsselt

    Wellensittiche sind Meister der nonverbalen Kommunikation. Wenn sie zufrieden sind, zwitschern und plaudern sie fröhlich. Doch wenn sie wütend, gestresst oder ängstlich sind, sprechen sie eine ganz eigene, eindeutige Sprache mit ihrem Körper. Als verantwortungsvolle Halter ist es wichtig, diese Signale zu erkennen und schnell zu reagieren.

    Aggression: Die Kampfansage in Federn

    Aggressives Verhalten ist oft territorial bedingt oder ein Zeichen von Eifersucht. Bevor dein Wellensittich wirklich zubeißt, sendet er klare Warnsignale aus. Achte auf diese "Kampfansagen":

    Offensive Drohhaltung

    Dein Vogel versucht, größer und mächtiger zu wirken:

    • Gefieder eng anliegend: Die Federn werden fest an den Körper gepresst, um schlanker, aber gespannt zu wirken.
    • Aufrechte, starre Haltung: Der Körper ist steil aufgerichtet.
    • Flügel leicht angehoben: Oft leicht vom Körper abgespreizt, um die Körperbreite zu vergrößern.
    • Intensiver Blick: Die Augen fixieren den "Gegner".
    • Ein Bein aufgestellt: Manchmal wird ein Bein auf die Brust des Kontrahenten gestemmt.
    • Schwanzfächern: Das Schwanzgefieder wird fächerartig gespreizt, oft in Verbindung mit einem offenen Schnabel – dies ist eine deutliche Warnung: "Verschwinde!"

    Defensive Haltung und letzte Warnung

    Der Vogel ist bereit, sich zu verteidigen:

    • Gefieder eng anliegend, Kopf nach hinten gestreckt: Der Vogel macht sich bereit, zuzuschlagen oder abzuwehren.
    • Geöffneter Schnabel: Ein weit geöffneter Schnabel, oft zusammen mit weit aufgerissenen Augen, ist das unmissverständliche Zeichen dafür, dass dein Wellensittich gleich beißen wird.
    • Laute: Fauchen, Knurren oder lautes, "meckriges" Quietschen signalisieren Unzufriedenheit und die Aufforderung: "Komm mir nicht zu nahe!"

    Stress und Angst: Wenn die Welt zu groß wird

    Stress kann durch neue Gegenstände, plötzliche Geräusche oder einen unklaren Artgenossen ausgelöst werden. Angst hingegen ist eine akute Reaktion auf eine empfundene Gefahr.

    Anzeichen für Stress und Anspannung

    • Flügelzittern / Vibrieren: Oft bei sensiblen Vögeln zu beobachten. Es zeigt Aufregung oder Anspannung, die sowohl negativ als auch positiv (Vorfreude) sein kann.
    • Gefiederschütteln: Wenn es nicht zur Reinigung dient, wird es häufig nach einer Stresssituation angewendet, um Anspannung und Stress abzubauen.
    • Wut/Verstörung: Wenn nur die Federn am Hinterkopf gesträubt sind, sodass der Kopf fast quadratisch erscheint, ist dein Wellensittich wütend oder verstört.

    Körpersprache bei akuter Angst

    Dein Vogel versucht, sich unsichtbar zu machen:

    • Extrem schlank machen: Die Federn werden dicht an den Körper gepresst.
    • Geduckte Haltung: Oft geht der Vogel in die Hocke, wenn die Gefahr nah ist.
    • Starre, weit geöffnete Augen: Der Blick ist starr auf die vermeintliche Bedrohung gerichtet.
    • Fluchtversuch: Bei Angst versucht der Welli immer, wenn möglich, zu fliehen.
    • Panikflattern: Nächtliches, unkontrolliertes Flattern (Nightfright) deutet auf extreme Panik hin, oft ausgelöst durch einen Schreck.

    Hitzestress: Ein Fall für schnelle Hilfe

    Wellensittiche können nicht schwitzen und sind sehr hitzeempfindlich. Überhitzung (Hitzestau) ist ein gefährlicher Notfall.

    Eindeutige Zeichen der Überhitzung

    Wenn du diese Körpersprache siehst, braucht dein Vogel sofort Schatten und Kühlung:

    • Flügel seitlich abgestellt oder hängend: Der Vogel streckt die Flügel vom Körper weg, um Hitze abzugeben.
    • Schnelle Schnabelbewegungen (Japsen): Dein Wellensittich beginnt zu keuchen oder schnell zu atmen, oft mit geöffnetem Schnabel, um durch Verdunstung Kühlung zu erzeugen.

    Behalte diese Körpersignale gut im Auge! Wenn du lernst, sie frühzeitig zu erkennen, kannst du aggressive Verhaltensweisen entschärfen und Stresssituationen für deine Wellensittiche vermeiden oder schnell beheben.



    Welche Beobachtungen hast du gemacht? Wie verhalten sich deine Wellis, wenn sie aggressiv sind oder Angst haben? Schreibe es in die Kommentare!

    Spannende Informationen zum Farbschlag des Blackface-Wellensittichs:

    Wie entsteht ein Blackface?

    Ein Blackface ist das Ergebnis einer spontanen genetischen Mutation. Historisch trat sie erstmals 1992 in den Niederlanden bei zwei blauen Wellensittichen auf.

    • Biologisch: Normalerweise stoppt die Produktion des dunklen Farbstoffs (Melanin) im Gesicht des Wellensittichs, weshalb die "Maske" gelb oder weiß ist. Beim Blackface ist dieser Stopp-Mechanismus defekt. Die typische Wellenzeichnung zieht sich daher über das gesamte Gesicht bis zur Wachshaut.

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

    Damit ein Küken als Blackface schlüpft, müssen genetische Bedingungen erfüllt sein:

    • Rezessive Vererbung: Das Gen für "Blackface" ist rezessiv (schwach). Das bedeutet, das Küken muss das Gen von beiden Elternteilen erben, um äußerlich ein Blackface zu sein.
    • Trägertum: Hat der Vogel das Gen nur einmal (von einem Elternteil), sieht er ganz normal aus, trägt die Anlage aber unsichtbar in sich ("spalterbig").

    Ist es eine Qualzucht?

    Nein, der Farbschlag Blackface an sich gilt nicht als Qualzucht.

    • Gesundheit: Die Mutation verursacht nach aktuellem Wissen keine Schmerzen, körperlichen Einschränkungen oder lebenswichtigen Defekte (anders als z. B. bei extremen Hauben-Züchtungen).
    • Risiko Inzucht: Da der Farbschlag noch recht selten und begehrt ist, besteht – wie bei vielen neuen Rassen – die Gefahr, dass Züchter zu viel Inzucht betreiben, um die Farbe zu erhalten. Das kann die Vögel krankheitsanfällig machen. Das liegt aber an der Zuchtmethode, nicht an der Farbe selbst.

    Woran du einen "Blackwing" im Vergleich zum "Blackface" genau erkennst

    Du erkennst den Unterschied am besten, wenn du darauf achtest, wo die schwarze Farbe "zu viel" oder besonders intensiv ist: im Gesicht oder auf den Flügeln.

    Hier ist der direkte Vergleich:

    1. Blackface (Das "schwarze Gesicht")

    • Hauptmerkmal: Die typische Wellenzeichnung hört nicht am Hinterkopf auf, sondern zieht sich über das gesamte Gesicht bis runter zum Schnabel.
    • Die Maske: Normalerweise ist das Gesicht (die Maske) eines Wellensittichs rein gelb oder weiß. Beim Blackface ist es dunkel gestreift.
    • Körperfarbe: Die restliche Körperfarbe ist in der Regel normal kräftig.

    2. Blackwing (Der "schwarze Flügel")

    • Hauptmerkmal: Hier liegt der Fokus auf dem Kontrast. Die Flügelzeichnung ist extrem dunkel (tiefschwarz), während die Körperfarbe deutlich aufgehellt ist.
    • Das Gesicht: Das Gesicht sieht meist normal aus (saubere Maske ohne Wellen).
    • Effekt: Der Vogel wirkt oft fast weiß oder gelb (durch die Aufhellung), hat aber knallharte, schwarze Flügelmuster. Das Schwarz wirkt hier "schwärzer" als bei normalen Wellensittichen.

    Zusammengefasst

    • Blackface = Streifen im Gesicht, wo keine sein sollten.
    • Blackwing = Heller Körper, aber extrem dunkle Flügel.

    Es gibt auch die Kombination aus beidem (oft "Double Black" genannt), dann ist der Vogel insgesamt sehr dunkel.


    Sind diese Farbschläge schon Teil des offiziellen Standards für Wellensittichzuchtvarianten?

    Der aktuelle Stand für Blackface und Blackwing ist wie folgt:

    • International (WBO - World Budgerigar Organisation):
      • Nein, weder "Blackface" noch "Blackwing" sind derzeit (Stand 2024/2025) in den offiziellen "WBO Colour Standards" als eigenständige, voll anerkannte Farbschläge gelistet. Die offiziellen Standards konzentrieren sich weiterhin auf die etablierten Varianten (Normal, Opalin, Spangle, Inos etc.).
      • Es gibt jedoch Bestrebungen und Zuchtprogramme, diese Mutationen zu festigen. Sie werden auf Schauen oft in speziellen Klassen für "Neumutationen" oder "Noch nicht anerkannte Farben" ausgestellt, um sie den Richtern und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
    • In Deutschland (z.B. DSV, AZ):
      • Auch hier sind sie noch keine offiziellen Standard-Farbschläge im Sinne einer eigenen Bewertungklasse mit festgelegten Punktzahlen im Hauptwettbewerb.
      • Vereine wie die DSV (Deutsche Standard-Wellensittich-Züchter-Vereinigung) berichten aber aktiv über diese Mutationen, veröffentlichen erste Beschreibungen und Zuchtziele (wie in den Suchergebnissen zu sehen). Sie werden auf Ausstellungen gezeigt, aber eben noch nicht als "fertiger" Standard bewertet. Die Züchter arbeiten daran, die Merkmale zu vereinheitlichen (z.B. eine klare, durchgehende Gesichtszeichnung beim Blackface ohne Verlust der Körpergröße).

    Zusammenfassend: Sie sind auf dem Weg zur Anerkennung, aber noch nicht "offiziell" im Standard angekommen. Sie gelten momentan als Neumutationen, die von engagierten Züchtern weiterentwickelt und auf Ausstellungen präsentiert werden, um eine zukünftige Aufnahme in den Standard zu erreichen.

    Diskussion zum Artikel App, App, hurra – die neue Turnübung an der Supermarktkasse:

    Zitat
    Es ist ein Schauspiel unserer Zeit: Kaum hat der Mensch gelernt, bargeldlos zu zahlen, da zwingt ihn der Handel schon zur nächsten Disziplin – dem digitalen App-Ballett. Netto, Lidl, Rewe, dm – jedes Geschäft, das heute etwas auf sich hält, will nicht nur Waren verkaufen, sondern gleich zum Download der hauseigenen App bitten. Exklusive Coupons! Personalisierte Angebote! Und selbstverständlich das diskrete Sammeln jener Daten, die mehr über uns verraten als jedes Tagebuch in Schönschrift.

    Klingt

    Das klingt nach einer ziemlich spannenden Beobachtung!

    Besonders, wenn sie merken, dass du dich bewegst, reagieren sie sofort, weil sie sich wahrscheinlich sorgen, dass sie wieder in den Käfig müssen, was für sie mit einer Art „Zwang“ oder unangenehmer Begrenzung verbunden sein könnte. Das scheint schon so eine Art Reflex zu sein und schwierig, das zu ändern.


    Du könntest versuchen, ihre Zeit in der Voliere mit positiven Erlebnissen zu verknüpfen. Zum Beispiel könntest du Leckerchen oder ihr Lieblingsspielzeug NUR in der Voliere platzieren, um ihnen zu zeigen, dass der Käfig kein negativer Ort ist, sondern ein sicherer und angenehmer Rückzugsort. Wenn sie merken, dass sie dort auch etwas Tolles erleben können (zum Beispiel leckere Snacks oder neue Spielsachen), wird der Käfig weniger mit Zwang und mehr mit positiven Erlebnissen verbunden.

    Oder du versuchst es mit Belohnung, der erste, der freiwillig wieder in den Käfig hinein geht, bekommt eine Belohnung. Vielleicht folgen dann die anderen und merken sich das so, dass du das Sagen hast. Es wird wahrscheinlich eine zeitlang dauern.


    Meine haben das auch gemacht, aber meine waren auch zahm, ich habe sie dann auf die Hand genommen und vor die Käfigtür gehalten, dass sie nur noch rein konnten. Dann habe ich die Käfigtür geschlossen und die anderen Wellis wollten dann auch rein, weil derjenige, der drinnen war, sich ein Leckerli einverleibte. Futterneid, damit habe ich sie gekriegt und wirklich, ich musste manchmal zehnmal ansetzen, bevor einer drin war.

    Ich drücke dir mal die Daumen, dass es klappt.

    Die Amsel – ein vertrauter Gartenbewohner mit besonderem Gesang

    Kaum ein Vogel ist in unseren Gärten so präsent wie die Amsel (Turdus merula). Ihr melodischer Gesang gehört zu den schönsten Stimmen der heimischen Vogelwelt und begleitet uns oft schon in den frühen Morgenstunden. Mit ihrem auffälligen Erscheinungsbild und ihrer Anpassungsfähigkeit ist sie ein Paradebeispiel dafür, wie sich Wildtiere erfolgreich in die Nähe des Menschen integriert haben und man muss diese Vögel einfach lieben.

    📝 Checkliste – Überblick über die Inhalte

    • Systematik: Einordnung in die Vogelwelt
    • Kennzeichen: Größe, Gefieder, typische Merkmale
    • Geschlechtsunterschiede: Männchen vs. Weibchen
    • Verbreitung: Herkunft, Lebensräume, Anpassung
    • Verhalten: Gesang, Sozialverhalten, Eigenarten
    • Ernährung: Nahrung in der Natur
    • Brut: Nestbau, Gelege, Brutdauer
    • Kommentare: Besonderheiten und kulturelle Bedeutung

    Systematik

    • Familie: Drosseln (Turdidae)
    • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
    • Wissenschaftlicher Name: Turdus merula
    • Englischer Name: Common Blackbird

    Kennzeichen (Aussehen)

    • Größe: 23–29 cm, Gewicht 60–140 g
    • Körperbau: schlank, mittellanger Schwanz, kurze Flügel
    • Auffällig: leuchtend gelber bis orangefarbener Schnabel und Augenring beim Männchen

    Geschlechtsunterschiede

    • Männchen: tiefschwarzes Gefieder, gelber Schnabel, gelber Augenring
    • Weibchen: braungraues Gefieder, dunkler Schnabel, weniger auffälliger Augenring
    • Jungvögel: gescheckt braun, wirken unscheinbarer

    Verbreitung (Herkunft und Lebensraum)

    • Ursprünglich Waldbewohner, heute auch in Gärten, Parks und Städten
    • Vorkommen: Europa, Nordafrika, Teile Asiens; eingeführt in Australien und Neuseeland
    • Anpassungsfähig: Kulturfolger, einer der häufigsten Brutvögel in Deutschland

    Verhalten

    • Gesang: melodisch, variantenreich, oft als einer der schönsten Vogelgesänge bezeichnet
    • Aktivität: dämmerungsaktiv, besonders morgens und abends hörbar
    • Sozialverhalten: meist Einzelgänger, außerhalb der Brutzeit auch in lockeren Gruppen
    • Eigenarten: sehr standorttreu, bleibt oft ganzjährig im Revier

    Ernährung (in der Natur)

    • Allesfresser (omnivor)
    • Typische Nahrung:
      • Regenwürmer
      • Insekten und Spinnen
      • Schnecken
      • Beeren und Früchte

    Brut – in der Natur

    • Geschlechtsreife: ab dem 2. Lebensjahr
    • Paarungszeit: Januar–März
    • Nestbau: tief in Bäumen oder Sträuchern, mit Erde verstärkt
    • Gelege: 2–5 Eier
    • Brutdauer: 10–20 Tage
    • Jungvögel: werden ca. 2 Wochen im Nest gefüttert

    Kommentare – Besonderheiten

    • Die Amsel ist ein Kulturfolger und heute einer der häufigsten Gartenvögel Europas.
    • Ihr Gesang hat kulturelle Bedeutung und gilt als Symbol für Frühlingsbeginn.
    • In Deutschland war die Amsel zeitweise durch das Usutu-Virus bedroht, hat sich aber vielerorts erholt.


    • Fazit: Die Amsel ist nicht nur ein vertrauter Gartenbewohner, sondern auch ein faszinierender Singvogel mit spannenden biologischen Eigenheiten. Wer sie einmal bewusst beobachtet, entdeckt schnell, warum sie zu den beliebtesten Vögeln Europas zählt.


    Übersicht: Zimmerpflanzen für Sittiche & Papageien

    🌿 Geeignet / unbedenklich☠️ Ungeeignet / giftig
    Grünlilie (Chlorophytum)Dieffenbachia (Diffenbachie)
    Bambus (echter Bambus, kein Glücksbambus)Efeutute (Epipremnum)
    ZyperngrasPhilodendron
    HibiskusWeihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)
    Golliwoog (Callisia repens)Oleander
    ZimmerlindeAlpenveilchen
    Katzengras (z. B. Weizen, Gerste)Ficus-Arten (z. B. Gummibaum)
    Areca-PalmeMonstera (Fensterblatt)
    CalatheaAzalee
    BananenpflanzeSansevieria (Bogenhanf)

    Zimmerpflanzen und Sittiche: Sichere und gefährliche Arten für die Vogelhaltung

    Viele Zimmerpflanzen im Wohnraum können für Sittiche und Papageien problematisch oder sogar lebensgefährlich sein. Gleichzeitig gibt es einige Arten, die bei richtiger Behandlung keine Gefahr darstellen, wobei grundsätzlich gilt: Zimmerpflanzen sind keine Futterpflanzen.

    Grundsätzliche Gefahren bei Zimmerpflanzen

    Selbst ungiftige Zimmerpflanzen können zur Gefahr werden, wenn sie direkt aus dem Handel stammen. Diese sind häufig mit Pestiziden, Hormonen und Düngemitteln behandelt, wodurch sich Vögel allein durch diese Substanzen vergiften können. Zusätzlich enthalten handelsübliche Blumenerden Schimmelsporen, in denen Vögel nicht wühlen sollten. Bei allen Pflanzen im Vogelzimmer sollte daher auf künstliche Düngemittel und Pflanzenschutzmittel verzichtet werden.

    Ungefährliche Zimmerpflanzen

    Zu den ungiftigen Zimmerpflanzen für Vögel gehören mehrere Palmenarten und weitere dekorative Arten. Die Kanarische Dattelpalme, Steckenpalme (Rutenpalme) sind ungiftig. Die Grünlilie gilt als unschädlich, allerdings nicht ihre Blüten. Auch die Bananenpflanze (Musa) und die Pantoffelblume zählen zu den unbedenklichen Arten.


    • Calathea (Korbmarante): Gilt im Heimtierbereich überwiegend als ungiftig, wird z.B. für Katzen und Hunde als unbedenklich geführt; wegen möglicher Rückstände aus Anzucht (Pestizide, Dünger) im Vogelzimmer aber trotzdem nur mit Abstand und ohne Knabberkontakt verwenden.
    • Pilea (z.B. Pilea peperomioides, Ufopflanze): Wird in gängigen Übersichten als ungiftig beschrieben, ist also grundsätzlich eine der besser geeigneten Zierpflanzen, sollte aber ebenso unbehandelt (ohne Dünger/Pflanzenschutzmittel) und außer direkter Knabberreichweite gehalten werden.


    Zwar ungiftig, aber nicht empfehlenswert:
    Zwergpalme (spitze Dornen)
    Chinesische Hanfpalme (scharfkantige Blätter)

    Häufige Zimmerpflanzen mit Giftpotenzial

    Viele beliebte Zimmerpflanzen sind für Vögel stark giftig bis tödlich. Zu den gefährlichen Arten gehören Alpenveilchen (Cyclamen), die als stark giftig gelten und für frei fliegende Wellensittiche eine ernste Bedrohung darstellen. Amaryllis (Ritterstern/Hippeastrum) ist ebenfalls stark giftig. Die Dieffenbachie, ein beliebtes Aronstabgewächs, gilt als stark giftig. Auch Birkenfeigen (Ficus-Arten) sind für Vögel gefährlich. Weitere toxische Zimmerpflanzen sind Begonien (Schiefblatt), Hyazinthen und Prachtlilien.

    Validierung: Die häufigsten giftigen Zimmerpflanzen (Alpenveilchen, Amaryllis, Dieffenbachie, Ficus, Begonien) mit Toxizitätsgrad sind vollständig dargestellt.


    Auch die folgenden, sehr häufig in Wohnzimmern anzutreffenden Zimmerpflanzen sind für Sittiche und Papageien nicht geeignet und sollten im Vogelzimmer möglichst gar nicht oder nur absolut außer Reichweite stehen:


    • Monstera (Fensterblatt)
    • Philodendron (Baumfreund)
    • Anthurie (Flamingoblume)
    • Alokasie (Pfeilblatt)
    • Sansevieria (Bogenhanf, Schwiegermutterzunge)
    • Aglaonema (Kolbenfaden)
    • Spathiphyllum (Einblatt)

    Diese Arten gehören überwiegend zu Gruppen, die für Haustiere generell als giftig oder reizend eingestuft werden und sind wegen des typischen „Alles-anprobier-Verhaltens“ von Sittichen im Freiflug besonders kritisch.


    Praktische Hinweise für die Pflanzenhaltung

    Da Sittiche und Papageien dazu neigen, alles anzuknabbern und auszuprobieren, was grün ist, sollten selbst ungiftige Pflanzen außer Reichweite positioniert oder durch Abdeckungen geschützt werden. Stachelige Kakteen sind zwar ungiftig, die Verletzungsgefahr ist jedoch sehr hoch, weshalb man besser darauf verzichten sollte. Pflanzen sollten zudem an einem stabilen Standort stehen, an dem sie nicht umkippen können.


    Diskussion zum Artikel Zwei Fahrten für die Umwelt!:

    Zitat
    Es ist schon beeindruckend, mit welcher Inbrunst Supermärkte heutzutage auf Nachhaltigkeit machen. Jede Plastiktüte wird behandelt, als würde sie persönlich die Polkappen schmelzen. Jeder Keks bekommt ein grünes Blatt aufs Etikett geklebt, und man könnte meinen, beim Aldi-Einkauf wachse einem ein kleiner Öko-Heiligenschein direkt über dem Kopf.
    Doch dann liegt er wieder im Briefkasten: der heilige Gral der Schnäppchenjagd – der Supermarktprospekt. 20 Seiten voller Verlockungen. Aber Achtung:…

    Okay, wegen der Geschlechtsbestimmung muss ich schauen, auf den Fotos ist das schwer zu erkennen. Der Schecke und der Blaue scheinen beides Weibchen zu sein. Der dunkelgrüne bzw. grüne ist ein Hahn.

    Jetzt zu Gudrun:

    Deine genaue Beobachtung, dass Gudrun am Kopf keinen Federwuchs mehr zeigt, obwohl die Haut reizlos und das übrige Gefieder in Ordnung ist, ist erst einmal gut dokumentiert. Das kann ganz verschiedene – auch harmlose – Ursachen haben: z.B. hormonelle Faktoren, Nährstoffmangel oder auch chronische, nicht-entzündliche Hautveränderungen.


    Es gibt aber leider auch Viruserkrankungen wie PBFD (Psittacine Beak and Feather Disease), die zu dauerhaftem Gefiederverlust insbesondere am Kopf führen können. PBFD ist nicht heilbar und zeigt sich häufig durch kahle Stellen, wobei die Vögel sonst oft erstmal keine weiteren Beschwerden haben.


    Wirklich sicher kann das aber nur ein vogelkundiger Tierarzt durch einen Test oder das Ausschlussprinzip beurteilen. Auch wenn Gudrun auf den ersten Blick gut zurechtkommt, kann es für dich hilfreich sein, zu überlegen, ob ein Test für mehr Gewissheit sorgt. Denn manche Ursachen wären doch behandelbar, andere wie PBFD nicht, aber dann wüsste man zumindest Bescheid.


    PBFD (Psittacine Beak and Feather Disease)

    Warum Vogelhalter jetzt vorsorgen sollten: UV-Lampen-Verbot, LED-Problematik und wichtige Empfehlungen

    Mit dem EU-Verkaufsverbot für viele quecksilberhaltige Leuchtstofflampen stehen nicht nur Industrie und Terraristik vor Veränderungen – auch Vogelhalter sind direkt betroffen. Denn viele der klassischen Vogellampen, die UV-A- und UV-B-Licht liefern, dürfen nicht mehr nachproduziert werden. Für unsere gefiederten Mitbewohner hat das spürbare Folgen, denn gerade in der dunklen Jahreszeit sind UV-Lichtquellen für ihre Gesundheit unverzichtbar.


    In diesem Artikel erfährst du,

    • warum das Verbot auch Vogellampen betrifft,
    • welche Risiken moderne LED-Alternativen mit sich bringen
    • und warum es jetzt besonders sinnvoll ist, sich rechtzeitig einzudecken.

    Warum das Lampen-Verkaufsverbot Vogelhalter betrifft

    Durch die EU-Richtlinien (RoHS und Ökodesign) wurde das Inverkehrbringen klassischer quecksilberhaltiger Leuchtstofflampen verboten. Das betrifft auch:

    • T5 Bird Lamps

    • Kompakt-Birdlamps

    • UV-Spotstrahler für Vögel

    • Metalldampflampen mit UV-Anteil

    Das bedeutet: Hersteller dürfen diese Lampen nicht mehr produzieren. Händler dürfen nur noch vorhandene Restbestände verkaufen – und viele davon verschwinden bereits nach und nach vom Markt.

    Für Vogelhalter, die auf eine verlässliche UV-A- und UV-B-Versorgung angewiesen sind, ist das ein ernstes Thema.

    Warum UV-Licht für Vögel unverzichtbar ist

    UV-Licht erfüllt bei Vögeln mehrere lebenswichtige Aufgaben:

    UV-A (315–400 nm):

    • wichtig für Orientierung, Farbwahrnehmung und Partnerwahl

    • unterstützt Aktivität und Wohlbefinden

    • ermöglicht das Erkennen von Gefiederreflexionen

    UV-B (280–315 nm):

    • notwendig für die körpereigene Vitamin-D3-Synthese

    • wichtig für Knochenaufbau, Calciumeinlagerung und stabile Gesundheit

    • schützt langfristig vor Mangelerscheinungen wie Rachitis oder Legenot

    In Innenhaltung – besonders im Winter – können Vögel UV-Licht nicht selbst decken, da Fensterscheiben diese Strahlung fast vollständig herausfiltern.

    Darum sind künstliche UV-Lampen in vielen Fällen keine Option, sondern Grundversorgung.

    🔥Warum LED als UV-Ersatz aktuell noch ein Risiko ist

    Durch das Verbot werden Hersteller vermehrt versuchen, UV-Lampen künftig auf LED-Basis anzubieten. Doch UV-LEDs haben momentan große technologische Hürden – und können im schlimmsten Fall mehr schaden als nutzen.

    ⚠️1. UV-B-LEDs sind schwer kontrollierbar

    Schon geringe Abweichungen in der Wellenlänge können:

    • keine Vitamin-D3-Synthese ermöglichen

    • oder zu Haut- und Augenschäden führen

    • oder im extremen Fall zu Vitamin-D3-Überdosierungen

    ⚠️2. LEDs erzeugen Hotspots

    Da LEDs Punktstrahler sind, entsteht UV-B oft konzentriert in kleinen Bereichen.

    Für Vogelaugen kann das gefährlich werden.

    ⚠️3. Aktuelle LED-Produkte liefern fast immer UVA – aber kaum echtes UVB

    Viele Hersteller umgehen das Problem, indem sie nur UVA anbieten.

    Für Vögel reicht das aber nicht aus – ihnen fehlt dann die Vitamin-D3-Versorgung.

    Fazit:

    Bis sichere und geprüfte UV-B-LEDs auf dem Markt sind, kann es noch dauern.

    Für den Vogelhalter bedeutet das: Klassische UV-Lampen sind derzeit die sicherste und zuverlässigste Lösung.

    🧡 Empfehlung für Vogelhalter: Jetzt bevorraten

    Klassische UV-Lampen altern nur im Betrieb, nicht in der Schachtel.

    Wer sich jetzt eindeckt, hat mehrere Jahre Ruhe.

    Ein sinnvoller Vorrat umfasst:

    • T5-Birdlamps oder Kompaktlampen

    • Arcadia Compact Birdlamp

    • Metalldampflampen wie die Lucky Reptile Bright Sun UV Bird

    • Ersatz-Vorschaltgeräte

    • ggf. Fassungen, Reflektoren oder Lampenschirme

    Für den regelmäßigen Gebrauch empfiehlt es sich, die Lampen nach:

    • T5-Röhre: ca. 12 Monaten

    • Kompaktlampe: ca. 6–9 Monaten

    • Metalldampflampe: nach 12 Monaten

    zu ersetzen, da die UV-Leistung im Betrieb nachlässt.

    📦 Wo man Lampen aktuell (noch) bekommt

    Viele Shops verkaufen gerade die letzten Bestände. Gute Anlaufstellen sind:

    • Bird-Lamp.de

    • Reptilienkosmos

    • Terraristikladen.de

    • Amazon (viele Drittanbieter)

    • Zoofachgeschäfte mit Restbeständen

    • Herstellerseiten (z. B. Lucky Reptile, Arcadia)

    Je nach Händler findet man inzwischen oft Hinweise wie „läuft aus“, „nicht mehr lieferbar“, oder „nur noch Restbestände“.

    🟢Fazit: Jetzt handeln schützt die Gesundheit der Vögel

    Mit dem Wegfall der klassischen UV-Lampen stehen Vogelhalter vor einer Übergangsphase, in der sichere Alternativen noch auf sich warten lassen. Bis LED-Technologien verlässlich UV-A und UV-B in geeigneter Wellenlänge erzeugen können, sind die bewährten Lampen die stabilste und sicherste Wahl.

    Wer seine Vögel gut versorgt wissen möchte – insbesondere während der dunklen Monate – sollte sich jetzt rechtzeitig mit geeigneten UV-Lichtquellen eindecken.

    Das schützt nicht nur die Gesundheit der Tiere, sondern verhindert auch stressige Engpässe, wenn Lampen am Markt plötzlich nicht mehr erhältlich sind.

    "Schwester S. stichelt - Mit spitzer Feder" ist gestartet - die erste Kolumne ist online:


    Die falsche Schlange


    „Mit spitzer Feder“ ist meine persönliche Kolumne über Momente, kleine Momente, über Alltagskuriositäten, menschliche Eigenheiten, technische Tücken und das, was uns zum Lächeln, Kopfschütteln oder Stirnrunzeln bringt.

    Ich verspreche keine großen Antworten – aber vielleicht ein paar ehrliche Fragen. Und hier und da ein Schmunzeln.