Früher war alles besser!?!

  • Diskussion zum Artikel Früher war alles besser!?!:

    Zitat
    "Früher war alles besser" – wer hat diesen Satz nicht schon mal gehört? Besonders bei Gesprächen mit der älteren Generation fällt er oft, fast wie ein Reflex. Mit einer Mischung aus Nostalgie und Sehnsucht denken sie an eine Zeit zurück, in der die Welt noch irgendwie übersichtlicher war. Da konnte man Kinder ohne Sorgen draußen spielen lassen, ohne ständig Angst haben zu müssen, dass sie verschwinden, und man konnte abends in der Nachbarschaft quatschen, ohne von rücksichtslosen
  • Also was mir auffällt ist, dass die Kinder bei weitem nicht so viel draußen spielen wie früher und die alten Kinderserien wie Hwidi oder Gummibärenbande waren eindeutig besser.

    Ich möchte aber nicht auf den technischen Fortschritt verzichten der das Leben um einiges erleichtert.

    Liebe Grüße von Judith und den 6 Flauschbällchens.


    Im <3 und immer bei uns: Moritz1, Maxi und Moritz

  • Als Kind und Jugendliche hätte ich niemals gedacht, dass ich später einer "guten alten Zeit" nachtrauern würde. Ich tue es aber, denn ich erinnere mich gern an die Fußgängerzonen in den Städten mit vielen Fachgeschäften, an mehrere Eisdielen, an die wunderschön saisonal dekorierten Schaufenster, an die Blumenläden, in denen es so herrlich duftete, an die leckeren Früchte vom Markt usw.

    Man hatte zwar nicht die Informationsquellen und Streamingdienste wie heute, aber irgendwie schienen die Tage länger und weniger stressfrei, laut und hektisch zu sein. Vor allem waren die Straßen nicht überfüllt mit Unmengen von Autos und teils mies gelaunten Menschen.

    • Offizieller Beitrag

    Danke für diesen schönen und nachdenklichen Beitrag. Genau diese Art von Erinnerungen meine ich, wenn es um das Gefühl der „guten alten Zeit“ geht.

    Es war nicht alles besser – aber vieles war übersichtlicher, langsamer und menschlicher. Weniger Reizüberflutung, weniger Dauerbeschallung, dafür mehr kleine Momente: ein Stadtbummel, ein Eis auf die Hand, ein Schaufenster, an dem man stehen blieb.

    Vielleicht geht es gar nicht um Nostalgie, sondern um das, was uns heute fehlt: Ruhe, Zeit und ein bisschen Alltägliches mit Seele.

    Umso schöner, wenn solche Erinnerungen geteilt werden – sie zeigen, dass dieses Gefühl viele kennen. 😊

  • Ich kann das sehr gut verstehen . Man hatte auch weniger Angst und wirklich kranke Menschen hatten mehr Angst bei Übergriffen erwischt zu werden. Ja und so ein schönes beschauliches Innenstadtleben gehört bei uns auch zur Vergangenheit. Wer will es den Leuten versenken wenn man bei Internetkäufen ein paar Pfennige sparen kann. Ich erwische mich ja selbst beim herrlich leichten internetshopping. Aber mal ehrlich wer braucht einen Weihnachtsmarkt wie in einem hochsicherheitstrakt das macht keinem von uns Spaß weder den Sicherheitskräften noch dem Bürger. Ich bin dazu übergegangen es mir zu Hause schön zu machen und ein bisschen das zu pflegen woran ich noch Freude hab. Wie meine wellis. Die unschöne Welt blende ich oft aus und ignorier auch manchmal über Tage den Fernseher in dem es auch nur Krieg panikmache und Reformen gibt. Mal abgesehen von nie endenden Werbeunterbrechungen. Dafuer ist mir meine Zeit zu schade auch wenn ich sie hätte.

    • Offizieller Beitrag

    Danke für diesen offenen und sehr ehrlichen Beitrag. In vielem erkenne ich mich wieder.

    Dieses Gefühl von weniger Angst, mehr Gelassenheit und einem überschaubaren Alltag teilen offenbar viele. Dass Innenstädte ihr früheres Leben verloren haben, ist ein schmerzlicher Punkt – und gleichzeitig ist es nur menschlich, sich dem bequemen Internetshopping nicht immer entziehen zu können.

    Besonders berührt mich dein letzter Teil: sich bewusst kleine Rückzugsräume zu schaffen, den Lärm auszublenden und sich an dem festzuhalten, was einem gut tut – seien es die Wellensittiche oder einfach ein paar stille Tage ohne Dauerbeschallung. Vielleicht ist genau das eine Form von Selbstschutz, die heute wichtiger ist denn je.


    Danke, dass du diese Gedanken hier geteilt hast – solche Beiträge machen den Austausch lebendig.

    • Offizieller Beitrag

    Das mit den Innenstädten erlebe ich hier ganz ähnlich.

    Wenn ich durch die Innenstadt gehe, fehlt mir oft dieses frühere Leben – die kleinen Läden, die Auslagen, die Gespräche. Vieles wirkt heute austauschbar oder einfach leer.

    Und gleichzeitig merkt man, wie sehr sich unser Alltag verändert hat: Bequemlichkeit, Zeitdruck, Sicherheit – all das spielt mit hinein. Es ist kein einfaches „früher war alles besser“, sondern eher ein leises Vermissen von Dingen, die irgendwann verloren gegangen sind.

    Umso spannender finde ich es, diese Erinnerungen hier zu teilen und zu schauen, wie andere das erleben.

  • Ich lebe sehr ländlich. Da ich kein Auto habe und die Busverbindung sehr bescheiden ist, ist das Onineshopping einfach praktischer für mich.

    Aber ihr habt schon recht. Volle Innenstädte fehlen schon.

    Liebe Grüße von Judith und den 6 Flauschbällchens.


    Im <3 und immer bei uns: Moritz1, Maxi und Moritz

  • Ein "junger Mensch" könnte gar nicht sagen, dass "früher alles besser" war.


    Früher - was auch immer "früher" meint . war gar nichts besser, wir romantisieren Vergangenes.

    "Haustiere" hatten früher einen Zweck zu erfüllen,; dem Schlachtvieh ging es besser ... etc pp ...