Rote Wellensittiche

  • John Scoble, ein international anerkannter Wellensittichzüchter und Buchautor, schreibt in seinem 1981 erschienenen Buch "The Complete Budgerigar" über das Auftreten roter Wellensittiche nach 1945 in Australien:




    Budgerigars with obvious pink and red colouring have appeared on two separate occasions in Australia since 1945. Both cases were authentically recognized as true colouring and were used in breeding.


    In the outer suburb of Melbourne, Mr Ron Jones bred about a dozen birds with decidedly pink colouring. The colouring was evident on the top of the head of sky blues and cobalts.


    An official from ther Budgerigar Council of Victoria advised Mr Jones on how to pair the birds in order to improve the pink colouring, and on hios next visit the official was able to report that the numbers had increased to twenty, and on some the colouring had improved to a brick red.


    About this time there appeared a newspaper stories about black and pink budgerigars being bred. These stories were accompanied by photographs and it appeared the birds had been dyed. Mr Jones rang a Melbourne newspaper to advise them that he had been the first to breed pink budgerigars and, a story was printed which, unfortunately, the bird's existence and whereabouts were disclosed. Soon after this, Mr Jones stayed away from his residence overnight, leaving it unattended. On his return the next day he found all the birds had been stolen and that even the eggs that were incubating were squashed in the nest. Police found no trace of the birds and there has been no known re-occurrence of any such birds


    The second discovery was made by the late Sid French while walking in a Sydney suburb. He noticed an albino with a large red spot on it's head. The bird was a pet in a small cage and he approached the owners who, after a short conversation revealed that they had bred the bird themselves in a small colony aviary.


    They gave him the bird and the supposed parents, a Blue/Albino cock and an Albino hen. He paired these birds and many other pairings later with the red spot Albino. None of the progeny showed any indication of red colouring. One morning in disgust Sid took the red-spotted Albino outside and threw it in the air. He never saw it again and concluded that it was only a sport and would never reproduce the visual red pigment.



    Mit Wellensittich-Grüßen


    wundervogel

    alias gregor443

  • Bin grad unterwegs. Weiss nicht wie gut der Übersetzer im Smartphone ist.



    Wellensittiche mit deutlich rosa (pink violett) und roter Färbung sind in Australien seit 1945 zweimal aufgetaucht. Beide Fälle wurden authentisch als echte Färbung erkannt und in der Zucht verwendet.


    In einem Vorort von Melbourne züchtete Herr Ron Jones etwa ein Dutzend Vögel mit entschieden Rosa (pink violett) Färbung. Die Färbung war auf der Oberseite des Kopfes von Himmelblau und Kobalt offensichtlich.


    Ein Beamter des Budgerigar Council of Victoria beriet Herrn Jones, wie man die Vögel paart, um die rosa Färbung zu verbessern, und bei seinem nächsten Besuch konnte der Beamte melden, dass die Zahl auf zwanzig angestiegen war und bei einigen die Färbung hatte zu einem Ziegelrot verbessert.


    Ungefähr zu dieser Zeit erschienen Zeitungsberichte über die Zucht von schwarzen und rosa (pink violett) Wellensittichen. Diese Geschichten wurden von Fotografien begleitet und es schien, dass die Vögel gefärbt waren. Herr Jones rief eine Melbourner Zeitung an, um ihnen mitzuteilen, dass er der erste gewesen war, der rosa (pink violett) Wellensittiche gezüchtet hatte, und es wurde eine Geschichte gedruckt, die leider die Existenz und den Aufenthaltsort des Vogels enthüllte. Kurz darauf blieb Herr Jones über Nacht von seiner Wohnung fern und ließ sie unbeaufsichtigt. Als er am nächsten Tag zurückkehrte, stellte er fest, dass alle Vögel gestohlen worden waren und dass sogar die Eier, die gerade brüteten, im Nest zerquetscht waren. Die Polizei fand keine Spur der Vögel und es ist kein Wiederauftreten solcher Vögel bekannt


    Die zweite Entdeckung machte der verstorbene Sid French bei einem Spaziergang in einem Vorort von Sydney. Er bemerkte einen Albino mit einem großen roten Fleck auf dem Kopf. Der Vogel war ein Haustier in einem kleinen Käfig und er wandte sich an die Besitzer, die nach einem kurzen Gespräch enthüllten, dass sie den Vogel selbst in einer kleinen Kolonievoliere gezüchtet hatten.


    Sie gaben ihm den Vogel und die vermeintlichen Eltern, einen Blue/Albino-Hahn und eine Albino-Henne. Diese und viele andere Verpaarungen paarte er später mit dem Rotpunkt-Albino. Keine der Nachkommen zeigte Anzeichen einer Rotfärbung. Eines Morgens nahm Sid angewidert den rotgefleckten Albino mit nach draußen und warf ihn in die Luft. Er sah es nie wieder und kam zu dem Schluss, dass es nur ein Sport war und das visuelle rote Pigment niemals reproduzieren würde.



    Mit Wellensittich-Grüßen


    wundervogel

    alias gregor443

  • Vor dem zweiten Weltkrieg gab es in England einen Züchter namens Garvey, der Wellensittiche mit deutlich pink-violet als Körperfarbe ausstellte, welche sich schon damals deutlich von den violetten Wellensittichen abhoben, die wir heute noch züchten. Seine Vögel sorgten damals auf den Ausstellungen unmittelbar vor Kriegsbeginn für Aufsehen. Der Zuchtstamm ging wohl auch auf australische Wellensittiche zurück.

    In den Wirren des 2.Weltkrieges aber, ging dieser Zuchtstamm ebenfalls vollends verlorenen.


    Mein Avatar-Bild wurde mir vor vielen Jahren von einem arabischen Wellensittichzüchter zugespielt. Ich weiß nicht, woher es stammt und auch nicht, ob es echt ist. Aber ich bekam dieses Bild zu Zeiten, wo die Bildbearbeitungssoftware noch in den Kinderschuhen steckte.


    Ich denke, dass so mancher Wellensittichfreund gern auch einen Vogel mit rötlichen oder roten Farbton pflegen würde.

    Ich jedenfalls würde es sehr gerne mal ausprobieren.


    Die engsten Verwandten des Wellensittichs im Stammbaum der Evolution tragen häufig Rot im Gefieder.

    Und so wahrscheinlich auch schon die Vorgänger im Stammbaum.

    Der Wellensittich steht als Papagei wohl zwischen den Falken und den Loris, wie man heute annimmt. Er ist die einzige noch lebende Art seines Genus und bis zu 5 Millionen Jahre zurück fossil belegbar, was aber mögliche Artunterschiede in der Färbung nicht beurteilen kann. Sein evolutionärer Werdegang folgt aber der Gloger'schen Regel, soweit bekannt. Und bemerkenswert ist auch die Tatsache, daß rote Gefiederfarben unabhängig voneinander auf ganz unterschiedlichen Wegen entstehen können, was für die anderen Farben des Wellensittichs nicht gilt.


    Warten wir also in Ruhe ab, ob irgendwann die alten Gene wieder sichtbar werden.


    Das kurzzeitige Auftauchen und wieder Verschwinden von Eigenschaften des Wellensittichs ist der normale Lauf der Dinge. Die historische Entwicklung der Farbspielarten des Wellensittichs bestätigt dies. Viele Eigenschaften tauchen Jahre oder Jahrzehnte später wieder auf, andere lassen bis heute auf sich warten, wie beispielsweise die federfüßigen Wellensittiche oder die Pinguin-Schecken des Wellensittichs.


    Mit Wellensittich-Grüßen


    wundervogel

    alias gregor443

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