@ Budgiemommy,
Die Aborigines verehren den Wellensittich auch in ihrer Naturreligion, speziell im Budgerigar-Dreaming. Verschiedene Stämme bewahren dieses Wissen und geben es an alle anderen weiter. Bei der Initialisierung am Ende der Jugendzeit, wird bei vielen Stämmen nur dann ein Jüngling zum Krieger, wenn er den Prüfungen des Budgerigar-Dreamings gerecht wird. Dazu gehört es beispielsweise, die Umgebungskarte von 200 Meilen zu tanzen. Dieser Tanz und das Wissen zum Wellensittich bewahrt den Krieger vor tödlichen Hunger und Durst, wenn ihm die Orientierung verloren gegangen ist.
Der Wellensittich wird auch von den Weisen der Aborigines als Vogel der Klugheit, des Friedens und der Verständigung gewertet. Und er ist der Wundervogel des trockenen Outbacks, denn er sei der einzige Vogel im Outback, der vorher weiß, wo und wann es regnet, und damit die Umgebung zum Leben erwacht.
So nutzen die Aborigines den Wellensittich wahrscheinlich schon 60000 Jahre als Zeigertier zum Überleben, wenn in der lebensfeindlichen Umgebung des Oufbacks der Tod durch Hunger und Durst droht.
Wir Europäer kennen so etwas nicht, aber die Aborigines erlebten solches regelmäßig mehrfach in ihrem Leben.
Und wenn die Wellensittiche hoch in den Himmel fliegend kreisen und dann fast unsichtbar werden, dann wird es Zeit einen Brunnen im nächsten Creek zu graben.
Liebe Grüße
wundervogel