Beiträge von Budgies

    Das hast Du gut beobachtet. Unsere Wellis suchen sich aus, mit wem sie ihre Unterkunft teilen möchten. Da spielt die Größe der Behausung zeitweise eine untergeordnete Rolle. Wellis sind zudem sehr soziale Tiere und sie kapieren recht schnell, wie nützlich wir Felos sein können. :daumen:

    Auf der anderen Seite unterstützen sie unsere Bemühungen auch manchmal. Ich erinnere mich an die Aktionen meines ursprünglichen Schwarms. Der Coco war morgens der Erste, der raus kam und der Letzte, der raus war und nicht rein wollte in die Voliere. Schwarmchefin Daisy hat ihn dann jedes Mal in die Voliere gelockt, wenn die Schlafenszeit nahte. :girlflagge: Ottilie ist da genau anders drauf. Passt ihr ein Artgenosse nicht in den Kram, wird er kurzerhand aus der Voliere geschubst. :motz: Wenn Bonnie doch wieder mal vergisst, dass sie nicht fliegen kann und auf den Boden plumpst, fliegt Rübe ganz aufgeregt über meinen Kopf hinweg, bis ich ihr schließlich helfe. Jetzt habe ich vor einigen Tagen aber zufällig gesehen, dass Madame sehr wohl selbständig bis zum Volierendach hochklettern kann. :suess:

    Nicht nur in Wellensittichforen passiert das, es ist nach meiner eigenen Erfahrung unabhängig vom Thema. Ich war einige Zeit selbst in einem Moderatorenteam in einem Forum für Erkrankungen. Selbst hier herrschte Missgunst, wollte einer der Beste sein und riss alles an sich. In einem anderen Forum für Frauenthemen wurden die älteren Mitglieder langsam aber sicher rausgedrängt. indem man ihre Beiträge meistens einfach ignorierte oder eine knappe schnippische Antwort gab.

    Ob im Internet oder im echten Leben, es ist fast überall so. Wenn einigen Leuten Deine Nase nicht passt, werden sie gemein.

    Mit zunehmendem Alter reagiert man gelassener und steht irgendwann über den Dingen.

    Ich gehöre zu der Sorte Mensch, der einfach nur in Frieden leben und niemandem schaden will.

    Oops, der Titel ist weg, habe ich aus Versehen gelöscht. Sorry.

    PLATZ IST IN DER KLEINSTEN HÜTTE


    Vor 6 Monaten nahm ich einen flugunfähigen Wellensittich zu mir, der seine Partnerin verloren hatte und drei Monate allein saß.

    Die Halterin erwartete ein Baby und wollte keinen neuen Vogel mehr aufnehmen.

    Fridolin, so nannte ich ihn, weil sein voriger Name Nobody lautete, er aber darauf nie reagierte. Nachdem er gesundheitlich bis auf die Einschränkung soweit okay war, saß er in einem kleineren Käfig separat. Das sollte natürlich eine vorübergehende Lösung sein. Im Laufe der Tage, Wochen und Monate gesellten sich tageweise meine anderen zu ihm bis auf Ottilie. :hihihi:

    Ist das nicht komisch? Da sitzt die Ottilie tagelang allein in der Voliere, weil Leopold, Rübe und Bonnie es lustig finden, dem Fridolin in seinem kleineren Käfig Gesellschaft zu leisten? :knuddel: Der wiederum macht überhaupt keine Anstalten, in die Voliere zu klettern, weil er bereits beim Züchter separat saß und auch bei der jungen Vorbesitzerin lieber drinnen blieb, während die Partnerin durch die Wohnung flog.

    Vor zwei Tagen war Fridolin dann aus seinem Käfig verschwunden, nur Bonnie und Leopold saßen drin auf der Schaukel, während Rübe auf dem Käfigdach vor sich hindöste. Ich habe den kleinen Fridolin im ganzen Zimmer gesucht und ihn nicht gefunden. ?( Meine fast verzweifelten Rufe alarmierten Rübe, :abschied: der dann mehrfach hintereinander rief, so dass Fridolin tatsächlich antwortete. So konnte ich den kleinen Mann in der hintersten Ecke am Schrank ausmachen und ihn zurückbringen, denn zum Glück kam er gleich auf die Hand, offensichtlich erleichtert. :troest2: Wie und warum er aus seinem Käfig kam, bleibt ein Rätsel. Da sowohl das Volierentor als auch das Törchen am Käfig ganztägig offen steht, kann es sein, dass er aus Versehen rausgeplumpst ist.

    Heute teilen sich Rübe, Bonnie und Ottilie die Voliere, während der alte große Leopold weiterhin bei dem jungen kleinen Fridolin im Käfig sitzt.

    Ja, das kann sein, es ist schon möglich, er ist noch sehr beobachtend und testet, was er alles tun darf und bei wem. Er ist sehr intelligent. Ich denke, es ist ein pflegeleichter Vogel und hoffe er wird noch viel Zeit hier im Schwarm verbringen. :nicken: Kurzstrecken Flüge macht er auch schon :kaffee:

    Das ist doch ein vielversprechender Start. Ich freue mich, dass ihr ein so intelligentes Kerlchen erwischt habt. Manche Halter von Wellensittichen ahnen nicht mal, was alles in diesen Vögeln steckt. :respekt:Ich wünsche Euch viele Jahre Freude mit Bubi und bin davon überzeugt, dass er ein tolles Leben im Schwarm haben wird.

    Ich wünsche dem Olli wirklich, dass er den Tee gut verträgt und er vor allem hilft.

    Bei meiner Daisy hatte ich auch vieles versucht neben Medis, Globuli. Tee.

    Nun war sie im Gegensatz zu Olli jung, da wachsen die Zellen schneller.

    Olli hat schon arges Gewicht, aber wenn er nicht mehr oft fliegen mag. dann geht es halt nicht.

    Die Standards sind tatschlich meistens sehr gutmütig, deshalb sitzen sie auch bei meinem neuen Fridolin.

    Ohne Schaukeln wären meine aber richtig sauer. Bonnie ist auch ein Handicap-Mädel, die am Gitter des Volierendachs entlang klettert, um auf ihre Lieblingsschaukel zu gelangen.

    Ich finde es schon mal gut, dass die Neuen Deinen Bubi nicht fies angehen, dass sie ihn offenbar mögen und akzeptieren. Es wird sicher noch interessant, wenn er sich endgültig eingelebt hat, wie sich die Beziehungen untereinander möglicherweise verändern. :witz:

    Erst gestern habe ich an Olli gedacht. Er lebt, wenngleich sich neue gesundheitliche Probleme einstellten. Die AB wird ihm erst einmal Erleichterung bringen, aber wie sieht die TÄ seine Prognose bezüglich des Tumors und den Folgen?

    Einen Kumpel oder eine Kumpeline mitgenommen habe ich zwei Mal. Da saßen zwei wunderschöne Welli-Hähne so lieb miteinander beim Züchter und das blieb dann auch so bei mir. Damals - es ist viele Jahre her - legte mir der Züchter einen sehr kleinen, zarten Wellensittich ans Herz, aber ich war so jung und eher noch oberflächlich, wollte unbedingt die beiden Schönen. Manchmal fällt es mir wieder ein und es tut mir leid. Heute würde ich anders handeln, habe auch behinderte Tiere. Die beiden eng schmusenden Wellensittichdamen, die ich im Zoohandel entdeckte, verstanden sich später wenig, kamen aber wieder dicht zusammen, als es einer von ihnen nicht so gut ging.


    Mein Fridolin ist jetzt 6 Monate hier und sitzt immer noch am liebsten in dem kleineren Käfig. So einen Fall hatte ich noch nicht. Er ist aber nicht allein, denn Leopold und Bonnie leisten ihm freiwillig tageweise Gesellschaft, schlafen dort und Rübe sowie Ottilie gehen bei ihm ein und aus.

    Das sind aber ordentliche Unterschiede bei den Arztrechnungen. Ich habe immer so um die 20-25 Euro für den Eingangscheck bezahlt; bei Darcy waren es 20 Euro mehr plus Spot-on-Medi, weil er unbehandelten Milbenbefall hatte. Kostenlos sind Tiere nicht, auch nicht die kleinen, von denen oft noch behauptet wird, dass sie ja so komplikationslos und günstig sind. Bei Euch kommt eine gute Gesamtsumme zusammen. Ich finde es nur schade, wenn man so wie ich bei manchen TÄ den Eindruck gewinnt, sie wollen eigentlich nur verdienen und wissen sehr genau, dass das Tier nicht zu retten ist. Ich hing sehr an meinen Kater und die TÄ hat mir große Hoffnung gemacht - wer würde da nicht alles versuchen. Murmel ist nicht lange in Behandlung gewesen, er verstarb rasch.

    Ich schaue mich auch international um bei Animal Save, Pig Save usw., spende hier und da kleinere Summen und unterstütze manchmal die Bemühungen privater Organisationen, Tiere durch OP zu retten. Es hält sich bei mir aber in Grenzen, meine eigenen 5 spielen die Hauptrolle. Na ja, inzwischen ernähre ich mich nicht nur vegetarisch, sondern vegan und sehe das ebenso als meinen kleinen Beitrag zum allgemeinen Tierschutz an.

    Super, herzlichen Glückwunsch. Jetzt steht einem lustigen Welli-Leben nichts mehr im Wege. Vielleicht zeigt Timmy dem Bubi, was so anliegt und wo er futtern kann. :prost:

    Mein Rübe hat jedenfalls dem Fridolin nach Ankunft gezeigt, wo sein Futternapf ist und wo es rein und raus geht am Käfig.


    Dass die TA-Rechnungen so unterschiedlich ausfallen, lässt sich doch nur mit einem Ermessungsspielraum bei den Leistungen erklären. Für den Aufenthalt und die Behandlung von Struppi werden die Kosten sicher nicht gering gewesen sein, wenn ich mal nachfragen darf? Ich hatte für eine zweiwöchige Behandlung mit 2 Besuchen pro Woche knapp 400 Euro für meinen Kater bei der TÄ gelassen. Das ist aber schon 17 Jahre her und hat Murmel leider nicht geholfen,

    Okay. Ich wohne im Ruhrgebiet, kenne also die Gepflogenheiten im Karneval (die in diesem Jahr wohl weniger lustig sind wegen des Kriegs). Habe aber nie viel im Sinn damit gehabt, das nebenbei erwähnt.

    Eine liebe Bekannte aus Leverkusen berichtete mir von einem wohl sehr guten vkTA dort, Herrn Dr. Pieper. Könnt ihr ja mal so im Hinterkopf behalten, falls ihr eine Alternative sucht.

    3 Jahre war der Kleine allein, da wird ihm die Umstellung vielleicht nicht so leicht fallen wie erhofft.

    Ich hatte vor vielen Jahren einen Wellensittich von der Tochter einer Kollegin, der auch so lange allein im Kinderzimmer saß und total unspezifisches Verhalten aufwies. :wacko: So richtig integriert hat der sich nie im Schwarm.

    Das muss auf euren Neuen natürlich nicht zutreffen.

    Viel Glück für die Eingangsuntersuchung. :daumendrück:

    Ach geh Dieter01 , es bleibt doch nicht beim Gucken, das wissen wir doch.

    Na dann, :wink: Hallo und herzlich willkommen Bubi. Wurde auch Zeit, dass Du endlich zu netten Leuten

    und vielen Artgenossen kamst. So lange allein in dem runden Dingsda bekommst Du ja einen Drehwurm.

    Das war ja irgendwie ein Glücksfall, dass der Bubi zur richtigen Zeit am richtigen Ort eine neue Heimat suchte.

    Ein nettes Kerlchen, ähnelt meinem Neuzugang aus den Kleinanzeigen.

    Warst Du schon beim Check mit ihm?

    Ich wünsche Euch viel Freude und eine lange gemeinsame Zeit. :bestfriend:

    Danke für Dein Vertrauen, dass Du uns an euren Beweggründen für die Entscheidung, Struppi zu erlösen, teilhaben lässt.

    Wie ich lese, bekommt er ein Grab im Garten bei den Freunden, die bereits im Hirseland sind. So ist er irgendwie immer noch bei Euch.

    Da sage nochmal einer, die Standards hätten eine verkürzte Lebensdauer - mitnichten. Meine 3 Standards sind zwischen 6 und knapp 10 Jahre alt. Der älteste ist Leopold, der eben fix aus der Voliere kam, um dann auf meiner Hand einige Zeit zu sitzen. Es geht den alten Wellis mal so, mal so. Krank ist zum Glück bei mir keiner, aber ich kenne durchaus andere Zeiten, wo einige kurz hintereinander über die Regenbogenbrücke flogen.

    Nun ist der kleine Struppi nicht mehr . wisst ihr denn, was aus seinem Kliniknachbar, dem Quasselkopp geworden ist?

    Hat er das gleiche Schicksal wie Struppi?

    Ich wünsche Euch jedenfalls, dass ihr im Einklang mit Eurer Entscheidung seid und dass der Rest der Truppe - vor allem die älteren Wellis - Euch noch eine schöne Zeit erhalten bleiben. :|<3 Sie alle können froh sein bei Euch.

    Mein ehrliches Mitgefühl zu diesem traurigen Verlust. Ihr habt wirklich alles Mögliche getan, Struppi zu helfen.

    Es sollte leider nicht sein. Immerhin hatte er bei Euch trotz seiner Megas ein fürsorgliches, liebevolles Zuhause kennengelernt. Jedes Lebewesen sollte Liebe und Achtung bekommen, bevor es für immer geht.

    Struppi, flieg frei ohne Schmerzen :abschied::Herz gebrochen:

    Wie bei uns Menschen gibt es bei den Wellis nicht nur doppelgeschlechtliche Tiere, sondern auch Tiere, die gleichgeschlechtliche Partner bevorzugen.

    Mein Leopold ist so einer oder vielleicht sogar asexuell. Jedenfalls hat er sich seit 2015, als er zu mir kam, für keine Henne begeistern können, hat eher nach ihnen gehackt. Das war wohl der Grund, weshalb der Züchter ihn abgab, denn eigentlich war er vorgesehen Nachwuchs zu zeugen. Es ist nur schade, dass es ja nahezu unmöglich ist, einen ebenso veranlagten Hahn zu finden und dass dann gegenseitige Sympathie entsteht.

    Wenn die Nierenfunktion versagt, sollte es eigentlich schnell ein Ende haben.

    Dieses Auf und Ab zeigt, dass Olli noch Lebenswille hat, kann aber auch ein letztes Aufbäumen sein.

    So war es bei meiner Daisy, die an ihrem letzten Nachmittag plötzlich aufs Volierendach kletterte und von den anderen liebevoll und den Hähnen stürmisch begrüßt wurde. Am nächsten Morgen versuchte sie das wieder, griff sich ihre Lieblingsrolle und verstarb einige Minuten später in meiner Hand. Du siehst es völlig richtig, man darf sich nichts vormachen, die Anzeichen sind zu deutlich.

    Es ist gut, wenn die Flauschis nicht allein sind, wenn sie gehen. Ich wünsche Dir und Olli diesen letzten intensiven Moment.

    Es heißt oftmals, mehr als 2 Esslöffel pro Vogel sollte nicht in die Futternäpfe und Hirse sollte eine Leckerei bleiben.

    Ich wiege allerdings auch nicht ab, fülle die Näpfe morgens zu 2/3. Sollten noch ganze Körnchen vorhanden sein, sortiere ich aus. Seit meine älter sind, bekommen sie nicht mehr jeden Tag Frischkost, sondern höchstens 2-3 x in der Woche, je nachdem wie es ihnen bekommt. Mit zunehmendem Alter stellen sich bei dem einen oder anderen Verdauungsprobleme ein, da halte ich ein Auge drauf. Sie sind daran gewöhnt, in der Voliere zu futtern. Hirse haben sie eigentlich fast immer.

    Zu viel Futter ab bekommt mitunter eine Henne, weil ihr Partner sie zufüttert. Da 3 von meinen 5 aber ab dem Morgen bis zur Dämmerung raus sind, haben sie genügend Betätigung.

    Man muss halt ausprobieren, wie viel Futter sie benötigen, welches Futter sie mögen, ob sie satt werden, sich viel bewegen oder völlig vollgefressen sind und nur noch müde sitzen.

    Manches als sehr hochwertig bekanntes Futter fand bei meinen 5 keinen Anklang - sie keiften und flogen zeternd wütend über mich hinweg. Offenbar stellte sich weniger Sättigungsgefühl ein. Ich kaufe nicht das billigste Futter, sondern ein gutes Mittelmaß.