Atemwegserkrankung - suche Dringend Rat :(

  • Liebe Forummitglieder,


    ich suche dringend Hilfe für meinen Wellensittich Chili. Ich war schon mehrmals beim (Vk!) Tierarzt und er konnte die Probleme nur teilweise lösen. Ich bin verzweifelt, da die Symptome wiedergekommen sind und die Verbesserungen, die es nach TA-Besuchen gab, gingen darauf zurück, dass ich recherchiert, den Vogel sehr genau beobachtet und dem Arzt Vorschläge gemacht habe...


    Folgendes zur Krankheitsgeschichte von Chili.

    Vor ca. 6 Monaten hat er seine Stimme verloren. Das passierte zu einer Zeit, wo sein Weibchen gebrütet hat und er sie intensiv gefüttert hat. Dann hat er quietschende Atemgeräusche bekommen. Er war nicht wirklich apatisch, aber definitiv weniger aktiv, als vorher.


    Ich bin zum TA gegangen und ihm die Situation geschildert. Er hat angenommen, dass er sich beim Füttern verschluckt und eine Kropfentzündung bekommen hat. Er hat ihm ein Antibiotikum gespritzt. Es ist etwas besser geworden und ich dachte, dass sich das Problem gelöst hat. Allerdings ist seine Stimme nicht wieder gekommen.


    Einige Monate später wird es für ihn zunehmend schwer, zu atmen. Er hat starke Quietschgeräusche, kommt am Abend nicht zur Ruhe. Er atmet angestrengt und extrem laut, die Atemprobleme verschlechtern sich zum Abend hin, und er fliegt von Ast zu Ast und kann nicht wirklich schlafen. Ich bin noch einmal zum Arzt und er hat einen Kropfabstrich gemacht. Das Ergebnis war nicht auffällig.


    Verzweifelt habe ich recherchiert und bin zum Schluss gekommen, dass es sehr Wahrscheinlich Luftsackmilben sind, die zum Abend hin aktiver werden und die Beschwerden verursachen. An einem Abend ging es ihm so schlecht, dass er kaum Luft bekam, ich dachte, er stirbt. Ich habe ihn beruhigt und ging am nächten Tag zum TA. Ich schlug ihm vor, ein Antiparasitikum zu geben. Der TA hielt es für nicht wahrscheinlich, da er keine "klickenden" Geräusche hörte. Er hat es aber auf meine Bitte hin ausprobiert und mir eine Spritze mit Anweisungen der Behandlung von Chili - und meiner anderen Wellis mitgegeben. Kurz nach der Gabe des Mittels ging es Chili schlagartig besser. Sein Atem war nicht mehr so angestrengt und leiser. Die Anweisung war, 1x in 2 Wochen für einen Monat zu behandeln.


    Einige Tage nach der Behandlng sind die Syptome zurückgekehrt, er hat heftig geniest. Ich habe recherchiert und unterschiedliche Meinungen zur Häufigkeit der Gabe gesehen. Durch den Lebenszyklus der Milben schien aber eine 1x pro Woche Behandlung sinnvoll. Durch die verschlechterung der Symptome habe ich es nach Rücksprache mit dem TA auch so gemacht bei Chili. Ich vermutete bei ihm einen kritisch massiven Befall, womit diese Häufigkeit auch sehr logisch erschien. Bei den anderen habe ich es bei 1x in 2 Wochen belassen. Nach der 3. Behandlung war keine Veresserung mehr zu sehen, aber es sind Symptome hervorgetreten, die ich vor der erfolgreichen Antibiotikabehanldlung gesehen habe. Nach Recherche verstand ich, dass diese Therapie zusammen mit Antibiotikum durchgeführt werden sollte, da sich Sekundärinfektionen in geschädigter Schleimhaut ansiedeln könnten. Ich habe es dem TA vorgeschlagen und es ging weitere 2 Mal zur Behandlung. Danach war endlich Ruhe. Es ist besser geworden, Atemgeräusche sind nahezu verschwunden, er atmete ruhig, saß nicht mehr mit einem stark durchgedrückten Rücken. Er hat sogar lese angefangen, wieder ein wenig zu singen, wenn auch etwas heiser. Er schlief wieder gut nachts.

    Jetzt ist es zwei Monate her und die Atemgeräusche nehmen langsam und stetig zu. Heute atmet er so angestrengt und laut, dass ich wieder verzweifelt eine Lösung suche. Die Geräusche sind quietschend, hochfrequent, manchmal klickend. Seltener würgt und niest er, kratzt sich um die Nase herum mit Krallen oder an Ästen. Er sitzt nicht aufgeplustert, aber zieht sich gerne zurück und ist nicht so aktiv. Er lässt sich oft und häufig von seinem Weibchen "behandeln", wobei er noch lauter quietscht - durch die veränderte Atmung und Lage, während sie ihn vorsichtig am Kopf "kratzt".


    Bei der Vorgeschichte könnt ihr evtl. denken, warum ich nicht sofort zum Hörer greife und den TA anrufe. Er ist Vk, und geht mit Vögeln behutsam und gut um. Aber ich habe den Eindruck, dass diese Symptome ihn ratlos machen. Deswegen frage ich hier.


    Ich dachte, ggf. habe ich die anderen Vögel in zu großen Abständen behandelt und sie haben Chili wieder mit Luftsackmilben angesteckt. Da er schon angeschlagen ist, entwickelt es sich bei ihm schneller, währen bei anderen nichts zu beobachten ist. Ich hatte noch etwas Mittel übrig und habe sie nun bereits zwei Mal behandelt. Es ist aber keine Verbesserung zu sehen. Somit sind es nicht wieder die Milben.


    Ich sehe nur noch 4 Möglichkeiten:

    1. Entweder ist es wieder eine Bakterielle Infektion, die seine angeschlagenen Schleimhäute besiedelt,

    2. oder es ist eine Pilzinfektion,

    3. oder es ist eine vergrößerte Schilddrüse wegen Iodmangel,

    4. es sind Milben, die gegen das Mittel resistent geworden sind???


    Mir ist bewusst, dass hier keine Experten sind, aber mir würde es schon helfen, wenn jemand ähnliches durchgemacht hat und einen Rat geben kann.


    Liebe Grüße,

    Anna

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  • Hallo Anna,

    wie Du richtig vermutest, bin ich keine Expertin, nur Welli-Halterin, die mit derartigen Symptomen bei den Kleinen keine Erfahrung hat, aber einiges gelesen hat.

    1. Vorschlag - Zweitmeinung einholen bei einem weiteren vkTA oder in einer Tierklinik

    2. Mal überlegen, ob es andere Gründe geben kann, die im eigenen Umfeld liegen.

    Das meine ich nicht böse, bitte nicht falsch verstehen.

    Ich wusste z. B. bis vor einiger Zeit nicht, dass das Braten und Dünsten in Teflon beschichteten Pfannen den Wellis schaden kann,

    wenn sie die Dämpfe einatmen.

    Nikotinrauch ist nicht gut, ggf. auch die Ausdünstung von Schadstoffen in Wohntextilien, Zimmerpflanzen, trockene Raumluft, zu niedrige Luftfeuchtigkeit. Du könntest auch versuchen, den Hauptträger der Atemprobleme mal separat zu setzen, dass er nicht ständig mit den anderen schnäbelt oder die Henne füttert. Außerdem könntest Du eine andere Futtermischung geben. Nicht ausgeschlossen, dass Motten- oder Pilzbefall vorhanden ist oder eine Allergie vorliegt.

    Wenn Du zu diesen Punkten sagst, Du weißt Bescheid und hast sie als informierte Tierhalterin berücksichtigt, dann greift wieder Vorschlag 1.

    Vielleicht melden sich hier weitere Mitglieder, die Ähnliches durchgemacht haben und erfolgreich beenden konnten.

    Viele Grüße

    Budgies - Birgit

  • Hallo Birgit,


    vielen Dank für Deine Antwort!


    Zuerst ganz allgemein; Ich habe eben doch noch den TA angerufen. Er sagt, es könnte ein Hefepilzbefall sein und er wird mir ein Mittel geben. Das wäre eine der Ursachen, die ich auch vermute.


    zu 1. der nächste vkTA ist schon in der nächst gelegenen Stadt...ich weiß nicht, wie weit der übernächste wäre, und ob da der Transportstress nicht einen größeren Schaden bedeuten würde...

    2. Ich werde darüber nachdenken und ausprobieren. Ich weiß zwar das mit Teflon und brate nicht zu viel, aber ich werde ihn separieren und schauen. Zur Zeit füttert er sein Weibchen nicht, und das schnäbeln hilft ihm doch sehr. Er sucht sie sehr oft auf und bittet darum :)

    Eine Allergie kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, da ist der Ablauf komplett anders und nicht so schleichend und zunehmend. Trotzdem verstehe ich, dass Allergene überall sein könnten, aber das kann man nicht ausschließen. Ich habe ein großes, gut durchlüftetes Wohnzimer, nichts stark riechendes darin. Ich werde das mit dem Futterwechsel auch ausprobieren.

  • Ich hoffe, der TA hat Erfahrung und weiß. was er tut. Mich wundert nämlich, dass Du mit dem Patienten ihm Hinweise gibst, um was es sich handeln könnte. Ich hatte vor einigen Jahren eine ähnliche Erfahrung gemacht, als ich meinen Neffen mit seinem Zwerghamster zur TÄ begleitete. Da hatte ich mich vor dem Besuch eingelesen und der TÄ den richtigen Tipp gegeben (obwohl man ja eigentlich nicht schlauer als der Arzt daher kommen sollte?)

    Wenn es hilft, gut, wenn nicht, würde ich, wäre ich an Deiner Stelle, den Kleinen aber zur Ruhe kommen lassen und nicht mit weiteren Therapien und Wirkstoffen strapazieren. So ein kleiner Organismus hat eh schon mit der Symptomatik zu kämpfen und muss dann noch verschiedene Medis aufnehmen,

    Ich wünsche Dir, aber vor allem Deinem Wellensittich, dass es bald besser geht. Klar, die Partnerin tut ihm gut, Trennungsschmerz verstärkt das Ganze vielleicht noch.

  • Ich weiß es nicht...ich hoffe das auch. Ich habe keine Erklärung dafür, warum es so wenige Zielführende Ansätze von ihm gab...

    Das stimmt, der kleine musste schon so viel durchstehen ;( ich gebe dem Antimykotikum noch eine Chance. So lange er selbst noch für sein Leben kämpft, werde ich auch kämpfen ;(

  • Update: TA hat Rezept für Ampho-Moronal geschrieben, 2x täglich über 14 Tage verabriechen, werde es gleich in der Apotheke besorgen.

    • Offizieller Beitrag

    Ich drücke die Daumen. Ich habe als Erstes an Aspergillose gedacht. Ein sehr hartnäckiger Pilzbefall, der hauptsächlich die Lunge befällt. Kannst du hier nachlesen: http://www.sittiche.de/krank_aspergillose.htm


    Und eventuell ein Tumor, der ungünstig liegt. Das hatte mein Konny mal, dein Tumor im Inneren, der stark Lunge und Herz abgedrückt hat, er hat zuletzt nur noch geröchelt, ich musste ihn einschläfern lassen. Wollen wir hoffen, dass dir das erspart bleibt und der Kleine es schafft.

  • Hallo Anna, ich kann da auch nur spekulieren, das mit den Luftsackmilben ist, schon schlüssig und ja, die Behandlung geht meist über 2 oder 3 Zyklen.

    Auch wenn da ein, Infekt ist der im Hintergrund läuft, so kann man diesen doch auch genauso wie Hefepilze sehr sicher diagnostizieren, mit einem Abstrich auch die Macrohabdiose. Durch 2 Wochen Ampho-Behandlung wirst du auch nicht eine "Megabehandlung, die normalerweise 4 -6 Wochen" nicht auf Dauer wegbekommen, wenn sie natürlich nach 2 Wochen Besserung ihm verschafft, dann hat er schon ein fortgeschrittenes Stadium erreicht. Das sieht so aus als ob der TA da schon am Ende mit seiner Möglichkeiten ist. :rollauge: Das spricht für eine 2. Meinung. Hefen sind hingegen sehr hartnäckig und kommen gerne wieder, lassen sich aber gut feststellen. Das mit dem Futter kannst du bei jeden TA untersuchen lassen, überlagertes Futter ist auch eine Ursache für Aspergilose (Pilz in der Lunge) nur durch Rö. festzustellen wenn der TA gute Geräte hat und auch die Erfahrung so etwas zu erkennen. Diese führt auch zu massiven Schäden und sogar Ausfällen im Nervensystem des Vogels.

    Wir hatten auch mal einen alten Welli der hatte auch solche Symptome, er bekam zuerst 1 Spritze AB da der TA ihm keine mehr zutraute, weil er schon 17 Jahre alt war. Das war auch schlüssig und leider falsch und es wurde nur kurzzeitig besser. die Stimme kam wieder. Dann nachdem er ihm nach der 1. Behandlung keine Erfolge mehr hatten wiederholten wir die Doxy-Kur für 3x je nach 6 Tagen und er wurde wieder diese hartnäckigen Bakterien los. :nicken: Die Stimme kam wieder, aber nicht so 100 % IG. Es war ein sehr guter TA der auch sehr erfahren war und er hat auch feststellen müssen, dass ein alter Welli auch die AB -Behandlung lange genug gegeben werden muss. Auch wenn es nur ein Sekundärinfekt war. Er hat dann noch fast 4 Jahre gelebt. Aber die Stimme kam nicht vollständig wieder.

  • Vielen Dank für Eure Antworten!

    Auch wenn da ein, Infekt ist der im Hintergrund läuft, so kann man diesen doch auch genauso wie Hefepilze sehr sicher diagnostizieren, mit einem Abstrich auch die Macrohabdiose. Durch 2 Wochen Ampho-Behandlung wirst du auch nicht eine "Megabehandlung, die normalerweise 4 -6 Wochen" nicht auf Dauer wegbekommen, wenn sie natürlich nach 2 Wochen Besserung ihm verschafft, dann hat er schon ein fortgeschrittenes Stadium erreicht.

    Was meintest Du mit "wenn sie ihm nach 2 Wochen Besserung verschafft"?

    Also heute ist der 4. Behandlungstag und ihm geht es schon sehr viel Besser! Er hat wieder angefangen zu singen, ist aktiv, Hilft seinem Weibchen bei der Gefiederpflege.

    An Abstrich habe ich auch gedacht. Da der Arzt es aber nicht vorgeschlagen hat, habe ich es sein gelassen. Es ist immer noch seltsam, dem Arzt die Behandlungs- und Analysemethoden vorzuschlagen...


    Könnt Ihr mir gute Seiten empfehlen, wo man gutes Futter bekommen kann? Ich habe mich schon nach einigen umgeschaut, aber es ist schwer zu sagen, welche gut ist. Das Futter, was ich benutze, sieht rein optisch sehr gut aus, es gibt eine gute Mischung an verschiedenen Saaten. Ich verfüttere auch Obst und Gemüse.


    Und eventuell ein Tumor, der ungünstig liegt. Das hatte mein Konny mal, dein Tumor im Inneren, der stark Lunge und Herz abgedrückt hat, er hat zuletzt nur noch geröchelt, ich musste ihn einschläfern lassen. Wollen wir hoffen, dass dir das erspart bleibt und der Kleine es schafft.


    Ich habe auch an Tumor gedacht, aber dann würden die Symptome bei den verschiedenen Behandlungsansätzen nicht verschwinden. Bzgl. des Pilzbefalls - da die Behandlung scheinbar anschlägt, wird es das oder Hefepils oder etwas ähnliches sein...ich hoffe, es ist nicht zu sehr hartnäckig.


    Bekannt ist ja, dass solche Infektionen leichtes Spiel haben, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Meine anderen 6 Wellis haben ja nichts. Habt Ihr Vorschläge, wie man schnell sein Immunsystem stärken kann? Vitaminmischungen wären da sehr hilfreich, ich wäre für Vorschläge dankbar. Ich gebe Vitamine in Pulverform, aber es ist evlt. nicht die beste Form, manchmal sind sie auch nicht so gut bioverfügbar. Also wenn Ihr etwas aus eigener Erfahrung empfehlen könnt :)


    Was ich aus der Situation gelernt habe, ist, dass man bei inneren Milben unbedingt einen mehrgleisigen Weg fahren sollte, denn Sekundärinfektionen passieren da ganz leicht, da sein Immunsystem schon so stark davon geschwächt ist. Das hätte der Arzt aber wissen müssen...

  • Da wir immer viele kranke und Pflegebedürftige Wellis haben sind wir dazu übergegangen uns bei dem Hirseparadies immer mit halbreifer Hirse einzudecken. Dafür musst du aber viel Platz in deinem Froster haben. Es ist Krankenkost und für Züchter da es besonders Vitaminreich ist und da es ein Anbauer ist immer gute Ware. vielleicht bekommst du ja noch etwas. die Erntezeit ist eigentlich im August. Jedoch haben die auch reife Hirse. Diese ist auch immer sehr gut. :nicken: Gutes Futter zu bekommen ist schwer zu beurteilen. Der Rico's Futterkiste ist ganz gut außerdem die Körnerwerkstatt. :rollauge: Da solltest du aber auch mal dich so von anderen beraten lassen da diese alle genannten bis auf Hirseparadies nicht gerade günstig sind, aber die Qualität hat bei uns bisher gestimmt. Da wir auch sehr abwechslungsreich die Vögel ernähren ist da schon ein hoher Anspruch an die Futtergabe gefordert. Natürlich sollte man futter immer gut direkt abpacken luftdichte Gläser und immer auf das Haltbarkeitsdatum achten. Kräuter und Tees sind genauso wichtig wie frische Gemüsesorten in guter Bioqualität. Selbst da haben wir unterschieden. Es gibt Industrie Bio, und dann gibt es diese Demeter Qualitätsstufe. Wir achten schon darauf. Es lohnt sich, wenn deine Vögel es aussuchen könnten, sie würden auch so entscheiden. Wir haben auch schon Sachen wo wir Zweifel an der (verfütterbarkeit, Spinnweben im Glas) haben dann entsorgt. :okay: Da musst du unbedingt drauf achten. Der Sprung von gut zu nicht mehr zu geben; weil eventuell Milben oder sogar Pilzsporen drin sind ist nicht so einfach zu erkennen. Manche Vögel haben in der Mauserzeit ein schwaches Immunsystem und erkranken schneller. Das mit der Futterkontrolle beim TA kann man zwar machen wenn man immer das gleiche Futter kauft ist aber nicht immer von den TÄ herauszufinden. Du kannst auch Futter problemlos einfrieren und es nach 1 Jahr wieder auftauen und verfüttern. Auch die Macrohabdiose ( Megas) sind auch über die Füße der Wellis ( beköttelte Stangen) weiterzugeben. Wir geben ihnen immer zur Hilfe das Ac-i-Prim über das Futter, das sind Probiotika, also Joghurtkulturen, die sich sehr positiv auf die Verdauung der angegriffenen Vögel auswirken. Auch die halbreife Silberhirse ist ein sehr leicht verdauliches Futter in dieser Zeit, auch Quellfutter ist schön weich und hilfreich, damit haben wir schon so einige Vögel durchgebracht. Eigentlich darf ich hier gar nicht so viele Tipps geben, das sollten wir. besser über die PN-Konversation machen, oben ist so eine Blase neben der Glocke und da können wir solche Tipps besser austauschen. :pfeif::okay:

  • Hallo liebe Anna,

    wie geht es denn deinem Spatz? Das mit der Megabehandlung ist natürlich abhängig von dem Zustand. Hefepilze sind sehr hartnäckig und kommen gerne mal wieder. Meist wenn das Immunsystem schwächelt und das ist in der Mauserphase. Deshalb ist es ganz wichtig deinem Vogel auch mal etwas Aminosäuren in der Zeit der Mauser ins Futter zu mischen. Das Korvimin hat auch Aminos es gibt auch Präparate die sind mit Vitaminen angereichert und flüssig. von Rhönfried z.B.: Betamin forte so wie noch in Erinnerung habe. Das musst du dann fürs Trinkwasser in der richtigen Dosis reintun. Es hilft sehr in der Mauserzeit. Es ist allerdings eine Liter Flasche ich habe sie am Anfang abgefüllt und in den Kühlschrank gestellt damit ich es länger benutzen kann. :herz: Man kann auch das Amin Präparat auf Dauer geben. Bei alten Vögeln gibt man es auf Dauer in niedriger Dosis. Also die Hälfte der menge und in der Mauserzeit so wie es angegeben ist. :blumen:

  • Vielen Dank für die Tips! Im Sommer sähe ich selber Hirse im Garten und biete diese frisch an. Sie wird augenblicklich vernichtet :D Ich werde mich beim Hirseparadies umschauen :)

    Korvimin gebe ich auch, aber da habe ich meine Bedenken bzgl. Effektivität und ob sie es überhaupt aufnehmen, oder es unten im Futternapf landet.


    Meinem Chili geht es gut! Er singt immer mehr, pflegt sein Gefieder wieder intensiv - früher hat er sich nur damit beschäftigt, zu schlafen, oder sich einen Ast zu suchen, um die Nase zu kratzen. Atemgeräusche sind nahezu verschwunden. Gester war etwas mehr zu hören, aber ich verbinde es mit niedriger Luftfeuchtigkeit, die ich über den Tag wieder erhöht habe.


    Er hat sich an die tägliche Behandlung gewöhnt, entspannt sich etwas mehr und lässt sich in den Schnabel tropfen. Mich beunruhigt nur die unpräzise Angabe von 2 Tropfen...mitgegeben wurde eine große Pipette für den Menschen, wo 0.5ml hineinpassen, was viel zu viel ist. Wenn ich mich an einem früheren Hinweis des TA für das Milbenpräparat halten würde, wären 2 Tropen 0.1 ml. Wenn man die Angabe für den Menschen beachtet - 0.5ml pro Mensch mit Durchschnittlich 70kg Gewicht, kann es nicht 0.1ml für einen Vogel mit einem Bruchteil davon sein...ich nehme einen sehr kleinen Tropfen, manchmal etwas mehr als ein Tropfen...was sagt Ihr?

  • Zu dem Ampho kann ich dir sagen es ist nicht so schlimm wie es dir so vorkommt. Wichtig ist nur es bekommt der Vogel. Ich musste es auch mal hin und wieder nehmen. Es wirkt nur auf der Darmoberfläche. Zum ausschleichen geben wir dem Vogel immer so 2 Wochen am Schluss nur 1 x täglich das Ampho, du kannst auch zum ausschleichen rote Hirse in einer Wasser - Ampho Mischung 1:10 wälzen und oder die Körner drin tauchen und dann im Backofen bei 40 °C so 1 Std. trocknen dann ist auch noch genug dran. Wir machen es immer 50:50 mit Wasser oder Tee. Denn es schmeckt leicht süßlich und wenn du es in eine kleine Spritze tust, geht es besser ihm so ca. 0,1 ml ist ein Tropfen morgens und Abends. Wir tun dabei immer das Ac-i-Prim (früher Pt - 12 Kö-Bude) oder das oder Benebac-Pulver, Prime mit in die Spritze, dann hat er diese Probiotika (kann man nicht überdosieren)direkt mit rein und es beschleunigt den Heilungsprozess sehr. Wenn er überhaupt. Wir kaufen immer die Spritzen wo man auch alles herausdrücken kann von Braun im 100er-Paket.

  • Ich habe ein kleines Update zu Chili. Ich habe die Ampho-Behandlung frühzeitig abgebrochen...und zwar aus folgendem Grund. Die Atembeschwerden (lautes quietschendes Atmen und manchmal auch angestrengtes Atmen) haben wieder zugenommen. Ich habe schon länger vermutet, dass es mit der Luftfeuchtigkeit zusammenhängen könnte. Ich habe die Behandlung abgebrochen und mit der Luftfeuchtigkeit experimentiert. An dem Tag der erneuten Beschwerden war sie bei 43%, sehr niedrig. Ich habe sie auf 50% angehoben und die Beschwerden sind etwas zurückgegangen. Heute ist sie wieder auf 43% gesunken und die Atemlaute nehmen zu...

    Ich habe gestern auch den Vorbesitzer gefragt - ich habe ihn vor 3 Jahren aufgenommen, da seine Partnerin verstorben ist und der Vorbesitzer sich nicht mehr um ihn kümmern konnte - er dürfte jetzt mehr als 8 Jahre alt sein. Also schon ein älterer Vogel. Zusammen mit der vorherigen Milben- und Bakterienerkrankung ist es kein Wunder, dass er jetzt schwächelt...ich will ihn jetzt nicht länger mit Ampho unnötig quälen, da es offensichtlich nichts bringt und versuche es mit Luftfeuchtigkeit. Ich habe einen großen Raum und nutze drei Verneblungsluftbefeuchter. Ich reinige sie täglich. Trotzdem suche ich nach Wegen, Bakterienvermehrung darin komplett auszuschließen.


    Nutzt jemand so etwas? Was nutzt ihr, um Bakterien vorzubeugen? Ich überlege, das Wasser mit mit minimaler Menge Lugolscher Lösung zu prophylaktisch zu desinfizieren, finde aber nichts im Internet, ob es sicher für die Atemluft ist.