Simon - ganz plötzlich und unerwartet

  • Unser aller Freund - von Olli, Taifun und mir - ist heute morgen um 9.10 Uhr für immer eingeschlafen.


    Er schläft jetzt den ewigen Schlaf und hat seinen Frieden. Am 5. Mai war er noch total aufgedreht und gut drauf. Hat mit Taifun wild geflirtet.
    Auch die Tage danach war er mit den anderen auf der Terrasse, ein wenig die Sonne genießen. Es war zwar teils windig, aber daran wird er nicht gestorben sein, dann wären eher Taifun oder Olli krank geworden. Auch hat er nicht geniest oder sonstige Anzeichen einer Erkältung oder gar Lungenentzündung gehabt.


    Irgendwann zwischen dem 5. Mai und dem 12. Mai muss sich was getan haben bei Simon. Er wurde zwischenzeitlich etwas müde, aber hat immer noch reagiert und nicht den Anschein erweckt, dass er krank war, ich habe das damit erklärt, dass er ja in der Mauser war und davor auch eine heftige Mauser bei allen stattgefunden hat.


    Am Samstsag war er schon sehr müde, da dachte ich noch: "Du musst was tun und Simon unterstützen". Aber ich saß voller Termine und war Samstag den ganzen Tag unterwegs und Sonntag ebenfalls. Als ich Sonntag dann gegen 14.30 Uhr nach Hause kam, war Simon schon sehr krank, fraß und trank nichts mehr. Gar nichts! Er hatte auch Durchfall und er schien nichts mehr zu verdauen, er entlehrte kurz noch seinen Kropf, also ein leichtes Würgen kein heftiges. Das Fressen gelangte aus irgendeinem Grund nicht mehr in seinen Magen, darum fraß und trank er auch nichts.


    Heute Morgen am Montag, merkte ich, dass ich nicht mehr viel tun konnte. Er ließ sich ganz leicht fangen, ohne Gegenwehr und ich gab ihm schnell noch etwas von dem Antibiotikum. Ich wollte am nachmittag zum Tierarzt und schauen, ob nicht doch noch was zu machen wäre. Aber soweit kam es dann nicht mehr. Eine halbe Stunde später ging er auf den Boden, ging dann einige Zeit später wieder hoch, und ging dann wieder runter - total schlapp und entkräftet. Kein Wunder sein Schwanz tackerte seit Sonntag total schnell, sein Herz hat das nicht mehr mitgemacht. Nach seinem Tod kam die Flüssigkeit, die ich ihm kurz zuvor per Kanüle verabreicht hatte, wieder aus seinem Schnabel. Da war eindeutig ein Engpass.


    Ich rätsel jetzt, was er gehabt haben könnte. Vielleicht will ich es nicht wahrhaben, aber ich denke mal, er ist an Leberversagen gestorben. Er hatte wohl eindeutig eine Fettleber, und wahrscheinlich hat diese vergrößerte aufgeblähte Leber wohl einige Organe abgedrückt, vielleicht sein Herz. Auch sein linkes Bein war irgendwie kraftlos. Ich hatte ihn am Tag zuvor noch gewogen, sozusagen 12 Stunden vor seinem Tod, er wog tatsächlich 63 Gramm.


    Ich wusste immer, dass Simon mal eines Tages daran stirbt, weil er zu dick war. Ich habe versucht, sein Gewicht zu reduzieren, aber dadurch, dass Olli wegen seiner Krankheit so wenig fraß, hat Simon immer alles mitgefressen und sogar Olli oft vom Futternapf weggejagt. Ich musste ja immer auf mein Sorgenkind Olli achten, dass er genug frisst und dabei hat Simon fast für zwei gefressen, das, was Olli nicht fraß, hat sich Simon dann einverleibt auch die Nudel, die für Olli gedacht war, wurde manches Mal von Simon weggeschnappt, so schnell konnte ich gar nicht gucken oder die Nudel wegziehen. Ich hätte sie trennen können, aber dann hätte Olli erst recht nicht mehr gefressen, er hängt sehr an Simon und so nahm das nicht mehr umkehrbare Verhängnis seinen Verlauf, weil ich nicht wusste, wie ich mit dieser Zwickmühle umgehen sollte. Im Grunde genommen habe ich Simons Todesurteil unterschrieben, weil ich ihn nicht von Olli trennen wollte, denn sonst hätte ich vielleicht Olli verloren. Dadurch, dass Simon fraß, fühlte sich Olli irgendwie auch gedrängt, wenigstens mal etwas davon zu fressen und das hat Olli wiederum das Leben gerettet.


    Es ging wirklich rasend schnell, ich stehe noch total unter Schock.


    Simon, mein kleiner Schatz, mit dem süßen Babyface, du hattest ein sehr kurzes aber schönes Leben gehabt. Fressen und Zwitschern war dein Leben. Du hast mit Olli geflirtet, aber auch mit Taifun. Ihr drei wart ein tolles Team. Männerfreundschaft vom Feinsten.


    Du warst so ein hübscher Hahn mit deinen zarten Farben, ich habe dich ob deiner Schönheit gerne angeschaut. Und wie zufrieden du gezwitschert hast, ein Beinchen dabei hochgezogen und ein süßes Gesicht hast du dabei gemacht, deinem Gesang habe ich gerne zugehört.


    Du bist nicht mehr da, innerhalb wenig Sekunden bist du einfach gegangen. Einfach so. Du hattest zum Glück keinen langen Todeskampf, vielleicht nur zwei Tage Müdigkeit, Schlappheit und vielleicht auch zum Schluss etwas Schmerzen, wenn deine Leber irgendwo drauf gedrückt hat, dein linkes Füßchen schien gelähmt zu sein. Aber das war trotzdem verhältnismäßig kurz. Dein Leiden war nicht lange. Ich wollte dich noch aus dem Käfig herausnehmen und dich mit meiner Hand wärmen und bei dir sein und legte dich auf die kleine Decke, meine rechte Hand über deinen Rücken gelegt, da zucktest du, dein linkes Bein streckte sich und du kipptest zur Seite.


    Simon, ich vermisse dich. Machs gut, lebe wohl.


    Ich glaube nicht an Regenbogenland und sowas wie Weiterleben nach dem Tod. Ich weiß, dass du im Nirgendwo bist, dort wo es kein Leid, keinen Schmerz aber auch kein Futter und keine Freude gibt. Der Tod ist wie ein Schlaf, alle Gedanken, alles Tun hört auf. Du weißt nicht, dass sich das Leben für uns weiter dreht und du eine sehr große Lücke hinterlässt.


    Aber, geliebter Simon, du wirst in meinem Herzen und meinen Gedanken weiter leben. Ich trage dich in meinem Herzen.


    Danke Schimmi für die wunder-wundervolle Zeit mit dir!!!

  • Simon, Du wurdest geliebt...und das ist es was im Leben zählt...auch wenn es nur ein kurzes Leben war...

  • Mein aufrichtiges Beileid. Er hatte sicher eine tolle Zeit bei seinen Freunden und der Federlosen.

  • Das tut mir sehr leid für euch alle, behalte ihn in schöner Erinnerung, Siggi, dann wird Simon unsterblich. ;(

  • Tut mir leid ;(:troest:


    Lass es dir gut gehen im Regenbogenland kleiner Simon und grüß alle anderen :abschied:

  • Mein herzliches Beileid. Ganz sicher wird Simon immer in deinem Herzen bleiben.

  • Mein Beileid zu Deinem Verlust von Simon ☹
    Komm gut in den Hirsehimmel Simon ☹

  • Das ist wirklich traurig. Simon war Euch ein lieber Freund, der jetzt fehlt.


    Mein Beileid zu dem Verlust.

  • Mein herzliches Beileid zu deinem Verlust!


    Lieber kleiner Simon, ich hoffe du bist gut über die Regenbogenbrücke in den Hirsehimmel gekommen. Du wurdest geliebt und bleibst in Siggi’s Herzen. :abschied:

  • Oh nein, das tut mir leid :( Eine gute Reise lieber Simon und alles Gute für die Hinterbliebenen, die sowieso schon eine schwierige Zeit haben.


    Ein kleiner Trost sei rübergesendet...

  • Danke euch allen. Ich bin wie vor den Kopf geschlagen, mein ganzer Kopf fängt an zu schmerzen.


    Simon ist viel zu früh gegangen. Dreieinhalb Jahre, das ist zu jung. Er muss trotzdem doch eine zeitlang ziemlich gelitten haben, anders kann ich mir seine Totenstarre direkt wenige Sekunden nach seinem Tod nicht erklären. Er war sofort komplett starr. Sein linker Fuß war sofort kalt und stand ganz verkrampft und steif vom Körper ab.


    Er hatte gestern und heute ganz schnelles Schwanzwippen, total schnell. Sein Herz musste Schwerstarbeit leisten und die Energie war in seinen Zellen aufgebraucht, er ist an Organversagen und einen kompletten Energieverbrauch gestorben. Vielleicht war auch krebsversucht und sein hohes Gewicht hing in Wirklichkeit mit einem oder mehrere Tumore zusammen, die dann die letzten Tage metastisiert u. rasend schnell vermehrt haben. Ich denke jetzt viel darüber nach, wie es zu dem plötzlichen Tod gekommen ist und ich bin sauer auf mich, dass ich die letzten Tage so beschäftigt war und gar nicht mit bekommen habe, wie schlecht es ihm ging. Mache mir echt Vorwürfe.


    So ein bescheuerter Tag.

  • Liebe Siggi,ich fühle mit Dir. Ich kenne das von meinen Wellis die alle nur so um die 3 Jahre geworden sind. Wenn Wellis was haben können sie das lange Zeit gut verbergen. Bis es nicht mehr geht. Ich hatte auch einen Welli der noch gelaufen ist, er hat sogar versucht noch zu fliegen. Er war nur noch lauwarm. Die Starre hat sehr schnell eingesetzt. Vielleicht ist das so. Einen Welli faßt man ja auch nicht an wie einen Hund oder so. Liebe Siggi, ich will Dich nur trösten indem ich Dir meine Erfahrungen mitteile. Normalerweise erzähle ich das keinem weil es zu weh tut. Ich hoffe nur daß ich jetzt nichts falsch gemacht habe. Ich weine mit Dir um Simon.

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  • Liebe Siggi, mein Herzliches Beileid zu deinem Verlust.
    Simon hatte zwar kein langes Leben, aber ein sehr schönes.
    Manche Tiere gehen sehr plötzlich, auch wenn man sie beobachtet. Das ist traurig für den Halter, aber auch mit Beobachtung kann man so etwas nicht vermeiden.
    Für den Halter ist das furchtbar, aber für das Tierchen besser als ein langer Leidensweg.

  • Danke :)


    Ja, es ist wohl so. Er hatte ein kurzes, aber ein schönes Leben, sein Leidensweg war auch nicht so lang. Er ist eigentlich auch bis zuletzt geflogen. Trotz seines Gewichts, war er schnell und sicher und konnte gut fliegen. Aber seit einiger Zeit wurde er irgendwie schwerfälliger beim Fliegen. Das hatte mich dann schon gewundert. Aber er war dabei nie aus der Puste. Und er war auch letzte Woche nicht aufgeplustert oder so, nur ruhiger und seit Donnerstag oder Freitag fraß er nicht mehr ganz so viel. Aufgeplustert war er erst seit gestern, selbst Samstag konnte ich nichts merken, bis auf seinen ernsten Blick und seine Interessenlosigkeit - ich hatte die Wellis auf der Terrasse stehen und etwas Schatten mit einem Tuch gespendet. Olli und Taifun suchten den Schatten auf, Simon blieb in der Sonne und bewegte sich nicht. Eigentlich war Simon ein sehr zufriedener und ruhiger Wellensittich. Konnte auch mal aufdrehen, aber selten.