Welche Sittichart anstatt Wellensittiche?

  • Ich habe derzeit keine Wellensittiche mehr. Es ist aber schwer, weil die lustigen Gesellen fehlen einfach.

    Da mir Wellensittiche einfach zu empfindlich sind und viel zu früh krank werden und abtreten, denke ich darüber nach, mir eine andere Sittichart anzuschaffen.

    Welche Vogelart ist etwas robuster, braucht aber auch nicht übermäßig viel Platz?

  • Wir hatten mal eine längere Zeit mit Sperlingspapageien geliebäugelt, haben uns dann aber dagegen entschieden, da meine Frau gesundheitlich nicht mehr auf dem Posten ist. Somit fallen erst mal alle Tiere weg.

    Sperlis sind ebenfalls neugierig und brauchen in etwa den gleichen Platz wie Wellis. Vielleicht wären sie etwas für Dich. Am bekanntesten sind Blaugenicks - und Augenring - Sperlis, wobei sich letztere auch mit anderen Vögeln gut vergesellschaften lassen. Soweit ich weiß, sind sie auch robuster, im Netz gibt es ganz bestimmt genügend Infos dazu.



    LG aus DD.

  • Anstatt Wellensittiche wären vielleicht Bourkesittiche für dich geeignet? Sie sollen gesundheitlich robuster sein.

    Es gibt einen Thread hier im Forum, in dem die Sittiche zu sehen sind.

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  • Wenn du einen guten TA hast, könntest du vielleicht auch ihn mal fragen. Die haben ja doch die meiste Erfahrung. Stünde ich vor dieser Frage, würde ich das jedenfalls bei meiner Doc tun.

  • Ich weiß nicht, was du mit nicht übermäßigem Platz meinst.

    Mir fallen Nymphensittiche ein. Sie können deutlich älter werden als Wellis. Allerdings brauchen sie tatsächlich mehr Platz als Wellis. Ob sie robuster sind, kann ich auch nicht so richtig beantworten. Anfangs dachte ich es. Aber auch bei der Art nehmen die Krankheiten zu.

  • Alexandersittiche. Die können bis 40 Jahre alt werden und sind von der Größe her wie Nymphen.

    Weitere Infos hab ich leider nicht dazu außer daß diese Vögel eigen sein sollen und sich meist an ein Familienmitglied mit nahezu verbissener Treue klammern.

  • Die meisten Großsitticharten benötigen sehr viel Platz, sie sind eher für Außenvolieren geeignet.

  • Rein emotional und weil ich die so kuschelig finde: Katharinasittiche wie bei @Brassada . Die sind beide einfach zu knuffig!

  • Wichtig bei der Suche nach einer anderen Vogelart finde ich auch, dass man ausreichend über die richtige Haltung und Ernährung weiß. Das ist leider bei vielen Vogelarten nicht tatsächlich der Fall. Die Fachliteratur lässt da oftmals zu wünschen übrig und im Netz sind die Infos auch eher mau gestreut, geschweige denn, dass man aus umfassenden Erfahrungen anderer Halter schöpfen könnte. Hier tut man sich ja schon bei den Wellis und Nymphen nicht wirklich leicht, obwohl das die am meisten verbreiteten Vogelarten in den privaten Haltungen sind.

    Was nützt mir eine Vogelart von der bekannt ist, dass sie länger leben und nur wenige Krankheiten entwickeln, wenn ich schon bei der Ernährung alles Mögliche falsch machen kann und daraus natürlich auch Krankheiten entstehen können. Das ist für mich ein sehr wichtiger Punkt, den man bei der Auswahl eines Heimtieres unbedingt auch bedenken sollte.


    Zudem würde ich auch nicht zwingend darauf vertrauen, dass andere Vogelarten länger und gesünder leben. Bei wenig verbreiteten Vogelarten im privaten Haltungen weiß man einfach viel zu wenig, als dass man da wirklich eine umfassende Aussage treffen könnte. Bei Wellis und Nymphen ist das anders, eben weil sie sehr verbreitet sind.


    Da ich sowohl Wellis als auch Nymphen habe/hatte, kann ich bestätigen, dass es auch bei den Nymphen heute nicht mehr so einfach ist. Die Aussage von Birgit (Pollux) kann ich daher bestätigen, dass auch bei den Hauben die Krankheiten immer mehr zunehmen. Nymphen brauchen zudem einen sehr viel größeren Raum als Wellis. Bei mir auf 12qm sah ich das jedenfalls nicht als erfüllt an, weshalb ich die Haltung nun (u.a.) nicht mehr weiterführen werde.


    Was man vielleicht auch noch dazu sagen sollte: Nymphen entwickeln einen ziemlich mächtigen Staub, der von den Puderdunen stammt. Das kennt man von den Wellis eher nicht in diesem Ausmaß. Außerdem sind Nymphen ebenfalls nagefreudig und bei dem größeren Schnabel sind die Schäden etwas größer als bei so manchem Welli. Das kann, muss aber nicht.


    Und noch etwas zur Größe der Vögel: sollte ein Vogel mal krank werden, so ist es einfacher, einen Welli für die Medigabe zu fixieren, als einen Nymphensittich. Meinen Charly musste ich immer stationär geben, weil es mir nie gelungen ist, ihn wirklich zu fixieren. Er war extrem wehrhaft und durch die Körpergröße und meine dafür zu kleinen Hände wurde das zu einem echten Problem. Bei Trulla wars noch schlimmer, da sie eine Standard-Züchtung war. Aber gut, zum Glück nahm sie ihre Medis in der Regel freiwillig, was aber eher ein großer "Glücksfall" war. Diese Entgleisung von Standard-Züchtungen hält schon seit vielen Jahren Einzug auch bei Züchtern von Nymphen.


    Ich selbst hatte auch schon Gedanken über den Wechsel der Vogelart, weil es manchmal einfach nicht mehr auszuhalten ist, wenn man mit so vielen Krankheiten und früher Sterblichkeit zu tun hat. Ich kam aber am Ende immer wieder zu den Wellis zurück und bin nun nach dem Ableben der beiden Nymphen auch dabei geblieben.


    Ein weiterer Aspekt, der mich bei den Wellis bleiben ließ (trifft auch auf Nymphen zu) ist der des Tierschutzes, da hier besonders viele Tiere ein neues Zuhause suchen. Wenn mal ein Schwarmmitglied verstirbt, findet man relativ schnell einen neuen passenden Artgenossen, eben weil sie sehr verbreitet sind. Bei anderen Papageienarten ist das manchmal sehr sehr schwer, zumal eine Verpartnerung nicht immer glückt. Bei Wellis ist das nicht ganz so tragisch, weil sie auch in normaler Freundschaft unter Artgenossen in der Regel nicht einsam sind. Bei vielen anderen Papageienarten sollte man darauf achten, dass ein echtes Pärchen entsteht (Unzertrennliche sind sicher ein gutes Beispiel). Nicht umsonst gibt es sog. Verpaarungsstationen, davon aber leider noch viel zu wenige, vor allem nicht für die kleineren Papageienarten.


    Das sind alles Aspekte, die mir in der Vergangenheit schon einmal durch den Kopf gegangen sind. Ich bin mir bewusst, dass ich dir die Entscheidung damit nicht einfacher mache. Aber es ist sicher besser, sich vorher darüber Gedanken zu machen, als nachher hilflos zu sein. Von daher finde ich es auch super, dass du nicht einfach drauf los machst :thumbup: