🧠Denkstoff #7: Klimaschutz: Was können wir tun – und was müssen die Großen endlich tun?
- Schwester S.
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- Der Appell an den Einzelnen – notwendig, aber nicht ausreichend
- Die unsichtbaren Giganten: Wer wirklich das Klima belastet
- Und Deutschland? Zwischen Vorreiterrolle und Realität
- Reicht das, wenn andere Länder nicht mitziehen?
- Systemwandel statt symbolischer Konsumverzicht
- Fazit: Der Einzelne zählt – aber die Großen müssen endlich handeln
- Wie stehst du zu diesem Thema?
Der Appell an den Einzelnen – notwendig, aber nicht ausreichend
Klimaschutz fängt bei jedem von uns an. Weniger Fleisch essen, weniger fliegen, das Auto öfter stehen lassen, energiesparende Geräte nutzen, Kleidung bewusst kaufen – all das sind sinnvolle und wichtige Schritte.
Solche Veränderungen im Alltag zeigen Verantwortung und helfen, das gesellschaftliche Bewusstsein zu schärfen. Sie machen uns sensibler für die Themen, über die wir sprechen müssen.
Aber so ehrlich sollten wir sein: Individuelles Verhalten allein wird die Klimakrise nicht lösen.
Die unsichtbaren Giganten: Wer wirklich das Klima belastet
Ein Blick auf die Fakten:
Laut dem Carbon Majors Report (2017) sind nur etwa 100 Unternehmen weltweit für über 70 % der industriellen CO₂-Emissionen seit 1988 verantwortlich.
Dazu gehören Ölkonzerne, große Energieunternehmen, Kohlegiganten – globale Player, die meist außerhalb demokratischer Kontrolle wirtschaften.
Während wir über Strohhalme und Plastiktüten diskutieren, werden andernorts ganze Wälder gerodet, Meere ausgebeutet und mit fossilen Brennstoffen Milliarden verdient – Tag für Tag.
Die Wahrheit ist unbequem: Ein Großteil der Klimazerstörung liegt in den Händen einiger weniger, extrem mächtiger Akteure.
Und Deutschland? Zwischen Vorreiterrolle und Realität
Deutschland verursacht rund 1,9 % der weltweiten CO₂-Emissionen. Im globalen Vergleich klingt das wenig. Und doch gehört Deutschland zu den Ländern, die historisch enorm vom Industriezeitalter profitiert haben – mit all den Emissionen, die das über Jahrzehnte mit sich brachte.
Zugleich ist Deutschland:
- Technologisch führend
- Wohlhabend
- Politisch einflussreich
Gerade deshalb kommt uns eine besondere Verantwortung zu. Denn wenn nicht einmal wir bereit sind, für Klimaschutz auch unbequeme Wege zu gehen – wer dann?
Reicht das, wenn andere Länder nicht mitziehen?
Die Frage liegt auf der Hand: Was bringt es, wenn Deutschland alles tut – aber Länder wie China, die USA oder andere große Emittenten sich nicht ernsthaft beteiligen?
Die ehrliche Antwort:
Ohne diese Länder gewinnen wir den Kampf nicht.
Aber ohne Vorbilder beginnt der Kampf gar nicht.
Deutschland kann nicht das Klima allein retten – aber es kann zeigen, dass Klimaschutz möglich ist, Wohlstand nicht verschwinden muss und Innovation stärker sein kann als Stillstand.
Systemwandel statt symbolischer Konsumverzicht
Der Fokus auf individuelles Verhalten lenkt oft davon ab, worum es wirklich geht:
👉 Eine grundlegende Veränderung der Wirtschaftsweise.
👉 Politische Entscheidungen, die Konzerne in die Pflicht nehmen.
👉 Ein Umbau des Energiesystems, der Finanzmärkte und der globalen Handelsstrukturen.
Klimaschutz ist keine Konsumentscheidung. Er ist eine Frage der Gerechtigkeit, der Macht – und des politischen Mutes.
Fazit: Der Einzelne zählt – aber die Großen müssen endlich handeln
Natürlich: Jeder Beitrag zählt. Aber wir dürfen die Verantwortung nicht auf die Schultern von Einzelnen abwälzen, während Großkonzerne und Regierungen ihren Kurs nicht ändern.
Denn wer jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, aber gleichzeitig sieht, wie anderswo neue Kohlekraftwerke entstehen oder Wälder brennen, fragt sich irgendwann: Wofür eigentlich?
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Dieter01
Wir sind dem Untergang ausgeliefert, die einen im Luxus und die Anderen in Armut, die Reichen werden nicht schnell genug sein diesen Planeten zu verlassen. Auch wenn sie sich Inseln der Überlebenschancen erkaufen. Sie werden das Rad nicht zurückdrehen können, auch nicht, in dem sie sich auf einer Farm in Neuseeland erkaufen. Sie erkaufen sich nur ein wenig mehr Zeitraum, jedoch werden sie nicht die Chance haben zu einem Planeten zu kommen, um sich dort fortzupflanzen. Das ist Wunschdenken von einigen, die meinen, sie können sich ewiges Leben erkaufen, aber für welchen Preis, der Preis ist das, was die untere Schicht der Bevölkerung bezahlt und dabei zu Grunde geht. Sogar die gesamte Natur wird zerstört, wir lassen es geschehen, wir zahlen den Preis für dieses rücksichtslose Verhalten aller. Jetzt herrscht gerade der Ausverkauf und wir schauen nur zu.....oder noch besser wir schauen neidisch zu, wie sich einige auf Kosten der Anderen den Planeten plündern.
